Kevin Krapf

„Ich wollte schon als kleiner Junge Fleischer werden“

Freitag, 31. August 2018

Für die Innungen Kitzingen und Würzburg sprach Würzburgs Obermeister Horst Schömig elf Gesellen frei, darunter drei Verkäufer und acht Fleischer.
Unter den Letztgenannten schnitt Kevin Krapf als Prüfungsbester ab. Er absolvierte seine Ausbildung bei der Metzgerei Herrmann in Gaubüttelbrunn. Schömig überreichte Krapf einen Ehrenstahl für hervorragende Leistungen in der Prüfung. Auch das Berufsschulzeugnis mit einem Notendurchschnitt von 1,0 zeugte von Leistungsbereitschaft und Ehrgeiz. Die afz sprach mit ihm über seine Motivation.

von Tino Müller

Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf?

Kevin Krapf: Ich bin auf einem Hof mit Schweinehaltung aufgewachsen und durfte mit Opa und Onkel schon frühzeitig zu Hausschlachtungen mitgehen und helfen – damit war mein Interesse am Beruf geweckt.

Welche Arbeit machte Ihnen in der Ausbildung am meisten Spaß?

Krapf: Das Ausbeinen und Zuschneiden von Rindfleisch mache ich mit großer Begeisterung, da man hier die Wertschöpfung der einzelnen Teile erkennt. Zudem habe ich eine große Leidenschaft für die Kochwurstherstellung, da ich dabei schon als Kind bei Hausschlachtungen mithelfen durfte.

Wie haben Sie sich auf die Prüfung vorbereitet?

Krapf: In erster Linie mit viel praktischer Übung im Betrieb bei der täglichen Arbeit. In der Berufsschule konnte ich mir auch das Eine oder Andere abschauen und habe dann so lange geübt, bis alles perfekt war.

Was sagen die Freunde zu Ihrem Job?

Krapf: Meine Freunde und Familie fanden es alle super, dass ich die Ausbildung zum Metzger absolviert habe. Ich genieße im Freundeskreis großes Ansehen.

Wie sieht Ihre Zukunftsplanung aus?

Krapf: Jetzt beginne ich eine Tätigkeit als Außendienstmitarbeiter bei der Fränkischen Viehvermarktung GmbH. Dort kann ich mich zunächst in das Fachgebiet des Großvieheinkaufs einarbeiten.

Wie könnte man Ihrer Meinung nach das Image des Berufes verbessern?

Krapf: Man sollte viel mehr Öffentlichkeitsarbeit machen, damit auch Außenstehende erkennen, dass Metzger ein kreativer und abwechslungsreicher Beruf ist. Hiervon könnte besonders das Handwerk profitieren, da hier jeder Betrieb seine individuellen Strukturen herausstellen kann.

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