Pascal Krüger

„Verlockende Vielfalt“

Donnerstag, 27. September 2018

Es gibt ihn noch, den gut qualifizierten Nachwuchs im Fleischerhandwerk.

Pascal Krüger schloss seine praktische Prüfung mit „Sehr gut“ und den theoretischen Teil mit „gut“ ab. Wir sprachen mit ihm über Berufswahl, Ausbildung und Zukunftspläne. Im Betrieb der Gebrüder Haupt, wo er sein Praktikum absolvierte, fand er seine Ausbildungsstelle.

von Rainer Heck

Wie haben Sie sich auf die Prüfung vorbereitet?

Pascal Krüger: Im Endspurt vor den Prüfungen spielten die Lehrbücher, Fachliteratur und der Unterricht am Berufskolleg eine sehr wichtige Rolle. Dort bekam ich viel Unterstützung durch die Lehrer.

Wie war die Unterstützung im Betrieb?

Krüger: Ich habe von den beiden Meistern viele Tipps bekommen, wie wichtige Schritte in der Produktion noch besser laufen und was sich durch Übung in der Praxis verbessern lässt.

Für welche praktischen Arbeiten können Sie sich am meisten begeistern?

Krüger: Die Zerlegung eines Rinderviertels halte ich für sehr anspruchsvoll, dabei muss man besonders sorgfältig sein. Es war ein tolles Gefühl, selbstständig eine Leberwurst zu machen und abzuschmecken.

Wie sieht Ihre Zukunftsplanung aus?

Krüger: Ich will auf jeden Fall meine Meisterprüfung machen, vorher aber noch Erfahrungen außerhalb meines Ausbildungsbetriebs sammeln. Das kann in anderen Bundesländern sein.

Haben Sie daran gedacht, sich einmal selbstständig zu machen?

Krüger: Das wäre prima, wenn sich dazu eine Gelegenheit ergäbe, die auch finanziell zu schultern wäre.

Was sagen Ihre Freunde eigentlich zu Ihrem Beruf?

Krüger: Die meisten meiner Freunde verstanden diese Berufswahl nicht. Da gibt es zu viel Unwissen und Vorurteile, die mit Schlachten und Blut zu tun haben. Einige zeigen aber auch großen Respekt, besonders dann, wenn es die fertigen selbstgemachten Produkte zu verkosten gibt.

Was muss das Handwerk tun, um sein Image zu verbessern?

Krüger: Das Fleischerhandwerk sollte mit den fertigen Produkten werben, diese in den Vordergrund stellen. Ein halbes Schwein haben die meisten Kunden noch nie gesehen und wollen das auch nicht.

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