Kommentar von
Fritz Gempel

Entlohnung Mehr zahlen oder breiter suchen

Freitag, 25. September 2015
Was knapp ist, wird teuer. Fleischerei-Fachverkäuferinnen und Fachverkäufer sind am Arbeitsmarkt knapp und werden immer teurer.

Ein Arbeitgeber kann auf verschiedene Weise reagieren. Möglichkeit Nr. 1: Er kann den Wettbewerb aufnehmen – das heißt attraktive Gehälter, Fortbildungsangebote und ein freundliches Betriebsklima bieten.

Schon heute gibt es für die Besten hinter der Bedientheke bis zu 15 Euro Stundenlohn und für die Auszubildenden im dritten Lehrjahr bis zu 1000 Euro monatliche Vergütung.

Möglichkeit Nr. 2: Der Arbeitgeber kann das Angebot vergrößern und breiter suchen: Unter Frauen und Männern, Jungen und Alten, Deutschen und Migranten, unter früheren Mitarbeitern, unter einst Selbstständigen oder unter Branchenfremden.

Die Devise: „Es ist egal, was du gelernt hast; Hauptsache, du hast Spaß an unserer Arbeit“. Dabei kann ein Gehaltsgefälle auch zugunsten der Fleischtheke genutzt werden: Denn für jede Brezel-Verkäuferin vom Bahnhofskiosk ist das durchschnittliche Gehalt einer Fleischerei-Fachverkäuferin höchst erstrebenswert.
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