Kommentar von
Jörg Schiffeler

Fachkräftesicherung Talentsuche ist Meisterkür

Donnerstag, 13. Juli 2017
Wer ausbildet, der sichert auch die Fortführung seines Betriebs.

Leichter gesagt als getan. Schließlich hat der Nachwuchs die Qual der Wahl beim künftigen Beruf. Gleichzeitig gestaltet sich die Suche nach geeigneten und willigen jungen Talenten für Chefs und Personalverantwortliche zu einem anstrengenden Kampf um die besten Köpfe – in Handwerk, Industrie und Handel.

Etwas einfacher werden es die Unternehmen haben, die zeigen, wie spannend das Fleischerhandwerk sein kann. Schnuppertage und Praktika gewähren einen Einblick in die Arbeit von Gesellen und Verkäuferinnen, Fleischerinnen und Verkaufsmetzgern. Einige Regionalzeitungen thematisieren im Sommerloch den Lehrlingsmangel. Der Leser erfährt dann mehr über ein Handwerk, das sich zu einem modernen Dienstleister mit Hightech entwickelt hat, bei dem sich alles um Genuss und Qualität dreht. Der Hype ums Grillen sowie trendige Cuts und gereifte Spezialitäten löschen in vielen Köpfen zu Recht das Bild vom Metzger, der knöcheltief im Blut steht. Stattdessen treten viele Meister für einen bewussten Umgang mit Mensch und Tier ein.

„Wer die Suche nach jungen Talenten aufgibt, gefährdet seinen Betrieb.“
Jörg Schiffeler, afz-Chefredakteur
Die Nachwuchsgewinnung verlangt aber noch nach ganz anderen Talenten. Die Unternehmen müssen mit innovativen, coolen und teilweise provokanten Auftritten auf sich aufmerksam machen. Talente werden wir nur gewinnen, wenn wir lernen, um sie zu werben. Das kostet Zeit und Kraft – neben den geforderten Anstrengungen für mehr Qualität in der Ausbildung.

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