BUGA „Blühendes“ Fleischerhandwerk

Mittwoch, 24. Juli 2019
In Aktion: Gabriele Sorg und ihr Azubi-Team reichten auf der BUGA Kostproben und lieferten Infos.
Foto: Sorg
In Aktion: Gabriele Sorg und ihr Azubi-Team reichten auf der BUGA Kostproben und lieferten Infos.

173 Tage, rund zwei Mio. Besucher und 5.000 Veranstaltungen: Die Bundesgartenschau 2019 (BUGA) in Heilbronn zieht seit 17. April und noch bis 6. Oktober 2019 die gesamte Region in ihren Bann.

Handwerksbetriebe, Innungen und Verbände können diese Aufmerksamkeit für sich nutzen: Mit eigenen Veranstaltungen im Pavillon des Handwerks, den die Handwerkskammer direkt am Nordeingang zum Gelände errichtet hat. Eine Dauerausstellung zeigt dort eindrucksvoll die Vielfalt des Handwerks mit Meister- und Gesellenstücken von damals und heute sowie besonderen Werkzeugen und Produkten aus dem Handwerk.

Das BUGA-Motto „Blühendes Leben“ wandelte Gabriele Sorg aus Heilbronn mit einer aufmerksamkeitsstarken Aktion im Pavillon in „Blühendes Fleischerhandwerk“ um: Die Lehrlingswartin der Innung Heilbronn, die sich aber auch in ganz Baden-Württemberg für die Aufwertung der fleischerhandwerklichen Ausbildungsberufe und die Motivation junger Leute engagiert, hatte die Location zwei Tage gebucht, um die BUGA-Besucher mit Kostproben zu versorgen und mit Klischees aufzuräumen.

Den Kontakt zur Handwerkskammer Heilbronn, die den Pavillon bereitstellt, knüpften die Fachlehrer Michael Engelhardt, Angela Hauff und Birgit Kaiser von der Peter-Bruckmann-Schule. Bereits Ende Mai waren Fleischer-Azubis aus dem zweiten Lehrjahr in das Projekt mit dem Arbeitstitel „Würstchen satt“ eingebunden: Sie stellten im Vorfeld der BUGA-Aktion in den Schulwerkstätten im Blockunterricht Pizzagriller her. „Die Produktion selbst war auf der Gartenschau aufgrund der strengen Hygienevorgaben leider nicht möglich“, erklärt Sorg, die während des Auftritts im Trikot der Nationalmannschaft des Fleischerhandwerks agierte und damit zu Fragen animierte.

„Wie kriegen wir die Besucher zum Pavillon?“ Die knifflige Frage war rasch beantwortet: Zwei Azubis postierten sich am Gartenschau-Eingang und lotsten die Menschenmenge auf den richtigen Weg. Ein wenig Mundpropaganda und appetitlicher Würstchenduft taten ein übriges, so dass innerhalb von nur fünf Stunden 1.000 Portionen Mini-Pizzagriller ausgegeben waren. Das benötigte Equipment – Grill und Zelt – war direkt hinter dem Pavillon aufgebaut worden, der Fleischer-Einkauf Heilbronn stellte Kühlmöbel bereit und spendete einen Teil der benötigten Ware. Sorg resümiert: „Es war genial. Man wollte uns die Pizzagriller sogar abkaufen.“ Das war zwar nicht möglich – aber wer die Kostproben honorieren wollte, konnte einen Obolus in eine Spendenbox stecken.

Bei der zweiten Aktion Anfang Juli unter dem Motto „Fingerfood“ waren zukünftige Fleischerei-Fachverkäuferinnen mit von der Partie. „Wir haben ab neun Uhr nonstop Häppchen mit Käse und Lachsschinken belegt und Spießchen hergestellt, bis unser Vorrat am frühen Nachmittag restlos aufgebraucht war“, berichtet Sorg. Neben den kleinen Köstlichkeiten lieferten sie und ihr Team jede Menge Informationen: Was macht eine Fleischerei-Fachverkäuferin? Wie stellt man Pizzagriller her und welche Zutaten kommen hinein? Das Fazit: Alle Azubis waren mit viel Freude und Begeisterung dabei.

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