Digitalisierung Es geht nicht mehr ohne

Freitag, 08. Juni 2018
Diskutieren über den Stand der digitalen Vernetzung (von links): Jörg Schiffeler (afz), Ralf Lenger, Andreas Steinemann (beide Steinemann), Jan Seidel (Wolf) und Renate Kühlcke (Fleischwirtschaft).
Foto: Hermann Pentermann
Diskutieren über den Stand der digitalen Vernetzung (von links): Jörg Schiffeler (afz), Ralf Lenger, Andreas Steinemann (beide Steinemann), Jan Seidel (Wolf) und Renate Kühlcke (Fleischwirtschaft).

Sind wir gut aufgestellt mit Zettel und Bleistift? Sicher nicht. Das Forum der Fleischwirtschaft in Quakenbrück prüfte den Stand der Digitalisierung in der Fleischwirtschaft. Während manche Betriebe hier noch ganz am Anfang stehen, hatten die Unternehmer auf der Bühne schon einige große Schritte auf dem Weg zur papierlosen Fabrik unternommen. "Es geht gar nicht mehr ohne" war ihr einhelliges Resümee.
Nicht jeder hat das Glück, die digitale Vernetzung gleich beim Aufbau eines Geschäfts mitzudenken. Andreas Steinemann und seinem IT-Leiter Ralf Lenger vom Schlachtunternehmen Steinemann in Steinfeld ist das allerdings gelungen: beim Aufbau der neuen Rinderzerlegung. Vom Erfolg dieses Schritts sind beide überzeugt: Neben einer merklichen Produktivitätssteigerung herrscht jetzt auch Transparenz in den Prozessen - und das schafft Vertrauen bei den Kunden.
Das Forum der Fleischwirtschaft 2018 startete am Vorabend mit einem Barbecue. Zum Auftakt führte die Chefredaktion einen Talk mit Peter Wesjohann und Clemens Tönnies.
Foto: Hermann Pentermann
Das Forum der Fleischwirtschaft 2018 startete am Vorabend mit einem Barbecue. Zum Auftakt führte die Chefredaktion einen Talk mit Peter Wesjohann und Clemens Tönnies.
Für Jan Seidel von Wolf in Schwandorf haben Daten heute schon den selben Stellenwert wie die Produkte: Ohne sie gäbe es im Handel keine Listung. Wenn immer mehr Produktionsschritte computergestützt und einfach per Smartphone zu erledigen sind, sieht Seidel darin auch eine Chance für die Unternehmen, trotz akuten Fachkräftemangels am Markt zu bestehen. Wobei sich Referenten und Publikum dennoch einig waren: Ganz ohne den Mensch geht es nicht.

Wer seine Daten in der Cloud ablegt, seine Maschinen per Fernwartung prüfen und instandsetzen lässt, wird natürlich auch zum Ziel von Hackern. Rund 15 Prozent des Investitionsvolumens bei der IT in die Sicherheit zu investieren, riet den Unternehmern Gunnar Jöns von Biners, Spezialist für Cybersicherheit aus Bonn.
Das "Forum der Fleischwirtschaft" von afz und Fleischwirtschaft war dieses Mal zu Gast beim DIL in Quakenbrück. Mehr zum Forum lesen Sie in der nächsten afz vom 13. Juni 2018.
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