Frankfurter Meisterfeier Immer am Ball bleiben

Donnerstag, 17. Januar 2019
Fleischer stellten die größte Gruppe: Bei der Meisterfeier in der Frankfurter Paulskirche nahmen 22 Frauen und 254 Männer aus 17 Gewerken ihre Meisterbriefe entgegen.
Foto: HWK / Wachendörfer
Fleischer stellten die größte Gruppe: Bei der Meisterfeier in der Frankfurter Paulskirche nahmen 22 Frauen und 254 Männer aus 17 Gewerken ihre Meisterbriefe entgegen.

Bei der Meisterfeier in der Frankfurter Paulskirche haben 22 Damen und 254 Herren aus 17 Gewerken ihre Meisterbriefe entgegengenommen. Doppelpässe zwischen Sport und Handwerk. DFB-Präsident Reinhard Grindel hält Festansprache.
Immer am Ball bleiben, Trends erkennen und die Fortbildung sichern, riet Präsident Reinhard Grindel vom Deutschen Fußball-Bund den Handwerkern bei der feierlichen Meisterproklamation der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main in der Paulskirche – an gleicher Stelle, an der vor Jahresfrist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Meisternachwuchs geehrt hatte.
Die Jungmeister warten gespannt auf die Freisprechung.
Foto: HWK / Wachendörfer
Die Jungmeister warten gespannt auf die Freisprechung.
Die Fortbildung zog sich als roter Faden durch die Ansagen und Grindel legte dem Handwerk nahe, die Chancen durch die Zuwanderung bei der Ausbildung von Fachkräften zu nutzen: „Jedes vierte in Deutschland geborene Kind hat einen Migrationshintergrund.“ Junge Leute sollten eingeladen werden, um über Praktika die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten in Handwerk kennenzulernen.

Grindel war ganz im Fußballmodus, als er den jungen Meistern versicherte, dass sie auch in den Betrieben auf eine Mannschaft angewiesen seien. Deshalb müssten sie fachliche und soziale Kompetenzen entwickeln, müssten sich Mitarbeiter mit Führungs- und Teamfähigkeit heranziehen. Und sie sollten Kollegen unterstützen, die sich in ehrenamtlich engagierten.
„Die Duale Bildung ist Stützpfeiler unserer Gesellschaft.“
Bernd Ehinger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main
Zuvor hatte Handwerkskammerpräsident Bernd Ehinger die Duale Berufsbildung als Säule des gesamten Bildungssystems und als Basis des mittelständischen Unternehmertums gewürdigt. Die Aus- und Weiterbildung sei Teil des Diskurses, der sich mit Zukunfts- und Innovationsfragen auseinandersetze – auf Augenhöhe mit der akademischen Bildung. Vor dem Hintergrund von Digitalisierung und Standortsicherung müssten Investitionen in die Bildungszentren geplant werden. Bürgermeister Uwe Becker sprach die Glückwünsche des Frankfurter Magistrats aus. Er sah die Stadt in der Pflicht, die Zukunft zu sichern – etwa mit Investitionen in die beruflichen Schulen.
41 Fleischer und 23 Bäcker bildeten in der Paulskirche einen Spalier zum Empfang der Ehrengäste.
Foto: HWK / Wachendörfer
41 Fleischer und 23 Bäcker bildeten in der Paulskirche einen Spalier zum Empfang der Ehrengäste.
276 Meisterinnen und Meister vom Installateur bis zum Geprüften Fachmann in der Internationalen Zusammenarbeit waren der Einladung zum Festakt gefolgt. Den größten Block stellte das Nahrungsmittelhandwerk mit 41 Fleischern und 23 Bäckern. Sie bildeten mit Sylvia Heyne-Boddenberg, Michael Boddenberg und Jürgen Heyne in ihrer roten beziehungsweise weißen Berufskleidung ein Spalier zum Empfang der Ehrengäste.

Als jahrgangsbester Fleischer wurde Sascha Ickas aus Bellheim, als bester Bäcker Markus Bauer aus Münster, geehrt. Bei den geprüften Verkaufsleiterinnen im Lebensmittelhandwerk schnitt Celine Vogel (Weiterstadt) als Beste ab. Die Vorstandssprecherin Tanja Gönner von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit überreichte noch den zwölf Absolventen der Fortbildung Internationaler Meister beziehungsweise Geprüfter Fachmann in der internationalen Zusammenarbeit ihre Urkunden.

Das neue Fachzentrum Nahrungsmittel-Handwerk

Das Bäcker- und Fleischerhandwerk haben auf dem Rhein-Main Campus der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main eine neue Heimat: Im Zuge der Übernahme der Kurse der Fachschule J. A. Heyne durch die Kammer zog der Schulbetrieb an den Bildungsstandort Weiterstadt um. Dort wurden zwölf Mio. Euro in ein neues Internatsgebäude sowie in Schulungsräume für Verkauf und Produktion investiert.

Weblink zum Rhein-Main Campus für das Ernährungshandwerk.
BTZ Weiterstadt
(Bild: jus)

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