Grüne Woche 34. Frische Forum Fleisch

Dienstag, 08. Januar 2019
Volles Haus zum Frische Forum Fleisch im CityCube der Messe Berlin. Es ist die Jahresauftaktveranstaltung für die Fleischwirtschaft.
Foto: Felix Holland
Volles Haus zum Frische Forum Fleisch im CityCube der Messe Berlin. Es ist die Jahresauftaktveranstaltung für die Fleischwirtschaft.

Der Branchentreff von „afz“ und „Fleischwirtschaft“ zum Jahresauftakt widmet sich am Eröffnungstag der Internationalen Grünen Woche 2019 dem Spagat zwischen Qualität und Wettbewerb.

Die deutsche Fleischwirtschaft lenkt um; zwei Jahrzehnte des ungebremsten Wachstums sind vorbei. Die großen Player der Branche stellen sich darauf ein und schrauben an ihren Geschäftsmodellen. Die Fleischkonzerne setzen immer stärker auf qualitatives statt auf quantitatives Wachstum. Sie wollen idealerweise weg vom Preiswettbewerb und hin zur Konkurrenz um die besten Ideen und Konzepte.

Das 34. Frische Forum Fleisch, das „afz“ und „Fleischwirtschaft“ gemeinsam mit der Messe Berlin am 18. Januar 2019 im Berliner Citycube veranstalten, geht unter dem Leitsatz „Wege gehen, Lösungen entwickeln“ den vielfältigen Veränderungen auf den Grund, die der Lebensmittelhandel und die Verbraucher allen Stufen der Branche abverlangen. Nur wenn es gelingt, hier praktikable Lösungen zu entwickeln, ist das strategische Oberziel, eine von der Gesellschaft akzeptierte Nutztierhaltung, nachhaltig abgesichert.

Ein Indikator für diese Umwälzungen ist der Schweinefleischsektor, der mit Abstand größte Teilmarkt der deutschen Fleischwirtschaft. Der heimische Selbstversorgungsgrad mit Schweinefleisch ist in den vergangenen 20 Jahren auf rund 120 Prozent gestiegen. Die damit einhergehenden gesellschaftlichen Anforderungen an Tierhalter und Fleischvermarkter treiben den Wandel auf dem wichtigen Heimatmarkt an. Beim Verbraucher die Akzeptanz für die Fleischerzeugung in Deutschland nicht zu verlieren, ist letztendlich zukunftsentscheidend.

Bei der Frage, wie Fleisch produziert werden soll und wie das Dilemma zwischen Qualität und Wettbewerbsfähigkeit gelöst werden kann, müssen Wirtschaft und Gesellschaft künftig Hand in Hand gehen und sich von marktbeschädigenden Preisdiskussionen auf allen Ebenen verabschieden. Inwieweit die vertikale Integration der Wertschöpfungskette dazu betragen kann, für Konsumenten erkennbare Alleinstellungsmerkmale zu schaffen, wird ebenso zu überlegen sein wie die Umsetzung der landwirtschaftliche Forderung, entstandene Mehrkosten für Mehrwerte einzupreisen.

Themen und Referenten

Auf dem 34. Frische Forum Fleisch diskutieren Nachhaltigkeitsmanager Dr. Ludger Breloh (Rewe Group), Landwirt Matthias Frieß (Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch, VEZG), Ferkelzüchter Jörn F. Göbert (LFD Holding) und Öffentlichkeitsarbeiter Christoph Hüsing (Verein „Land.Schafft.Werte.“) Konsequenzen der gesellschaftlichen Forderungen, Wege einer fairen Preisfindung, Chancen der Differenzierung am Fleischmarkt und deren Kommunikation in postfaktischer Zeit.

+ Planung sichern - Wege einer fairen Preisfindung
Matthias Frieß, Landwirt und VEZG-Vorsitzender

+ Strategie wechseln
Jörn F. Göbert, CEO LFD Holding

+ Werte vermitteln - Nutztierhaltung ist kein Streichelzoo
Christoph Hüsing, Verein Land.Schafft.Werte

+ Konsequenzen tragen - Forderungen der Gesellschaft
Dr. Ludger Breloh, Rewe Group

Anmeldung

Das Frische Forum Fleisch findet am Freitag, 18. Januar 2019 im CityCube der Messe Berlin statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 95 Euro, darin inbegriffen ist der Besuch der Grünen Woche. Anmeldung bis 11. Januar per E-Mail beim Kartenservice der Messe Berlin.

Das könnte Sie auch interessieren
stats