IFFA 2019 „Kein Fleischer darf das verpassen“

Montag, 22. April 2019
Erwartet viele Fleischer auf der alle drei Jahre stattfindenden IFFA: DFV-Präsident Herbert Dohrmann.
Foto: DFV
Erwartet viele Fleischer auf der alle drei Jahre stattfindenden IFFA: DFV-Präsident Herbert Dohrmann.
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Aktivitäten des Fleischerhandwerks auf der IFFA. Interview mit DFV-Präsident Herbert Dohrmann.
In diesem Jahr startet der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) auf der IFFA wieder ein Feuerwerk an Aktivitäten. Allerdings hat die Anlaufstelle eine geänderte Adresse: Der DFV ist nun in der neu gebauten Halle 12 mit einem geräumigen Stand vertreten.

Vom 4. bis 9. Mai 2019 findet in Frankfurt die IFFA statt. Wie wird sich der Deutsche Fleischer-Verband auf der größten Fachmesse der Fleischbranche präsentieren?

Herbert Dohrmann: Der DFV ist diesmal mit einem großen Messestand in der neu gebauten Halle 12 vertreten. Dort sind während der Messe alle haupt- und ehrenamtlichen Ansprechpartner erreichbar und geben einen umfassenden Einblick in die Leistungen des Verbands. Direkt daneben liegt unser großes Wettbewerbsgelände. Dort finden zum Beispiel die Internationalen Qualitätsprüfungen, aber auch unsere Nachwuchswettbewerbe sowie eine interessante Sonderschau mit unserem amerikanischen Partnerverband statt. Beides liegt in direkter Nachbarschaft zum Marktplatz des Fleischerhandwerks, an den sich eine weitere, spannende Sonderschau anschließt, die wir zusammen mit der Messe Frankfurt und der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main veranstalten. Erstmals hat unsere Nationalmannschaft des Fleischerhandwerks dort eine eigene Repräsentanz.

Die IFFA ist ein Muss für alle zukunfts- und erfolgsorientierten Fleischer. Was hat der DFV unternommen, damit möglichst viele Betriebsinhaber nach Frankfurt kommen?

Dohrmann: Unsere Kollegen stellen traditionell eine bedeutende Besuchergruppe auf der weltgrößten Fleischerfachausstellung. Trotzdem haben wir natürlich im Rahmen unserer Innungsversammlungen, Verbandstage, Obermeistertagungen und in Rundschreiben sowie in Pressekonferenzen intensiv auf die Messe und ihr umfassendes Programm hingewiesen. Darüber hinaus haben wir die Messe Frankfurt wieder zur finanziellen Unterstützung von Innungsfahrten gewinnen können: Jede Fleischerinnung, die eine Gruppenreise mit dem Bus zur IFFA unternimmt, bekommt einen Zuschuss. Dazu erhält jeder Teilnehmer freien Eintritt und einen Gutschein für einen Imbiss auf dem Marktplatz des Fleischerhandwerks.

Die Internationalität der IFFA ist konstant gewachsen. Was erwartet die Besucher auf dieser Messe?

Dohrmann: Die IFFA trägt den Titel „Welt-Leitmesse der Fleischwirtschaft“ sicher vollkommen zu Recht. Hier sind ausnahmslos alle großen Namen der Branche vertreten. Wer also wissen will, wohin die Reise geht, muss die IFFA besuchen. Ebenso wird man hier so deutlich wie vielleicht nie zuvor sehen können, wie sehr die Branche inzwischen vom digitalen Wandel ergriffen ist. Dieser wird ohne Zweifel auch im Fleischerhandwerk eine zunehmend wichtigere Rolle spielen und unseren Betrieben neue Wege und Chancen eröffnen.

Ist das der sprichwörtliche „Blick über den Tellerrand“, von dem in Bezug auf die IFFA oft die Rede ist?

Dohrmann: Das kann man wohl sagen. Der neugierige, aber auch kritische „Blick über den Tellerrand“ hilft mir persönlich immer, die eigene Situation besser zu begreifen. Man muss als handwerklicher Fleischer nicht alles mitmachen, aber durch die Erweiterung des eigenen Horizonts bekommt man einen größeren Überblick darüber, was in der Branche los ist. Das deutsche Fleischerhandwerk gehört im europäischen, ja weltweiten Vergleich, sicherlich zur Spitze. Aber das bedeutet ja nicht, dass wir nicht noch dazulernen können.

Immer wieder hört man, dass ein Besuch der IFFA nur für größere Betriebe geeignet sei. Warum ist die Messe für Betriebe aller Größenordnungen attraktiv?

Dohrmann: Weil die Behauptung, die IFFA sei nur etwas für die Großen, einfach nicht zutrifft. Das Handwerk ist für die Aussteller dort eine wichtige Zielgruppe und auch die kleineren und mittleren Betriebe bekommen dort einiges geboten. Viele technische und technologische Innovationen im Lebensmittelsektor kommen heute aus dem industriellen Bereich. Vieles, was dort seinen Anfang nahm, hat wenig später auch das Handwerk erreicht. Auch hier gilt: Man muss ja nicht alles mitmachen. Aber „Wissen ist Macht“ und in mancherlei Hinsicht kommt der IFFA-Besuch einem Blick in die Zukunft gleich.

Mehr als 1.000 Aussteller aus 49 Ländern präsentieren in Frankfurt ihre Spitzenprodukte und -leistungen. Reicht ein Besuchstag denn überhaupt aus, um sich umfassend zu informieren?

Dohrmann: Es ist sicherlich empfehlenswert, Schwerpunkte zu setzen. Das könnten zum Beispiel die großen, bekannten Unternehmen sein, mit denen man im eigenen Betrieb zusammenarbeitet. Als Anfangs- und Endpunkt des Messerundgangs bietet sich die Halle 12 an, mit unserem Stand, den Sonderschauen und dem Marktplatz des Fleischerhandwerks. Hier kann man gut Kontakte knüpfen und sich beispielsweise unsere Sonderschau zu US-amerikanischen Steaks und Fleischsnacks anschauen, die wir in diesem Jahr erstmals zusammen mit unserem amerikanischen Partnerverband veranstalten. Hier sind eigens Kollegen aus den Vereinigten Staaten präsent, die beispielsweise die originalen US-Cuts in der Praxis zeigen. Auch die bekannten Partner des Fleischerhandwerks sind in Halle 12 vertreten. Darüber hinaus lohnt der Blick in den Hallenplan oder in die IFFA-App. Denn durch die Einbindung der neuen Halle ergibt sich ein thematisch gegliederter Rundweg, den sich jeder Besucher nach seinen persönlichen Schwerpunkten und Vorlieben zusammenstellen kann.

Was erwarten Sie persönlich von der IFFA?

Dohrmann: Ich erwarte, dass möglichst viele Kolleginnen und Kollegen einmal in drei Jahren die Chance wahrnehmen, die wichtigste Messe unserer Branche zu besuchen. Man muss sich nur vorstellen, dass zur IFFA mehr als 60.000 Besucher aus der ganzen Welt nach Frankfurt kommen. Fleischer aus ganz Europa, Asien und Amerika schicken ihre Produkte zu unseren Qualitätswettbewerben. Aussteller, Branchenexperten und -kenner reisen aus aller Herren Länder zu uns, um sich auf der IFFA zu informieren oder ihre Innovationen vorzustellen. Eigentlich kann es sich kein deutscher Fleischermeister leisten, die von seinem Betrieb nur wenige Stunden entfernt liegende Veranstaltung zu verpassen.

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