Marketing Blickfang auf zwei Rädern

Donnerstag, 30. April 2020
Umweltfreundlich und werbewirksam: Fleischermeister Sebastian Jung setzt sein Lasten-E-Bike vorzugsweise für die Belieferung von Kunden und für Transporte zwischen seinen beiden Geschäften ein.
Foto: ViSoPi
Umweltfreundlich und werbewirksam: Fleischermeister Sebastian Jung setzt sein Lasten-E-Bike vorzugsweise für die Belieferung von Kunden und für Transporte zwischen seinen beiden Geschäften ein.

Sebastian Jung nutzt sein umweltfreundliches Cargo-Bike mit Elektroantrieb für Lieferungen an Kunden und den Pendelverkehr zwischen seinen beiden Geschäften.
„Es ist ein absoluter Blickfang!“ Sebastian Jung aus dem Darmstädter Stadtteil Wixhausen ist begeistert von seinem neuen, umweltfreundlichen Cargo-Bike mit Elektroantrieb. Noch bis Mitte Juni steht ihm das von Riese und Müller im benachbarten Mühltal hergestellte „Packster 60“ kostenfrei zur Verfügung. Jung muss lediglich für die regelmäßige Aufladung des dualen Akkus mit einer Kapazität von 1.000 Wh sorgen.

Eine seiner Kundinnen, die selbst bei Riese und Müller arbeitet, wies Jung im März auf die Aktion des Premium-Fahrradhersteller hin, der sich auf E-Bikes, Cargo-Bikes und Falträder spezialisiert hat. Wer sich als Darmstädter Einzelhändler oder Gastronomiebetrieb dafür erfolgreich bewarb, erhielt eines von insgesamt 20 Lastenbikes für zwei Monate zur Gratis-Nutzung. Der junge Meister hatte Glück, holte sein Lastenrad direkt am Werk ab und stellte erstaunt fest: „Auf der hinteren Radverkleidung war sogar unser Firmenname aufgedruckt worden.“
„Das Rad ist ein Hingucker: Auf der hinteren Verkleidung ist sogar unser Firmenname aufgedruckt.“
Sebastian Jung
Die wenige Kilometer weite Strecke zwischen dem Stammsitz der Fleischerei in der Trinkbornstraße und seinem Filialstandort in der Verdistraße bewältigt Jung jetzt vorzugsweise per Zweirad. Der Transport von Waren von einem in den anderen Laden geht wesentlich schneller als mit dem Auto und ist überdies auch viel umweltfreundlicher. Der zwischen Vorderrad und Lenkrad mit Spanngurten fixierte Transportkorb besteht aus einem vom Hersteller selbst entwickelten, stabilen Kunststoff aus recyceltem Material. Er fasst zwei Styroporboxen, die Jung beim Warentransport mit Kühlakkus bestückt. Wenn man eine weitere Box hochkant hineinstellt, bietet der Korb sogar Platz für drei Stück. Er lässt sich aber genauso gut abmontieren, wenn der Nutzer breitere Gegenstände transportieren möchte.

Um die ununterbrochene Kühlkette einzuhalten, verpackt Jung Wurst und Fleisch für längere Fahrtstrecken in eine eigens für diesen Zweck angeschaffte Kompressor-Kühlbox. Als zulässige Gesamtzuladung nennt der Hersteller rund 190 Kilogramm. Das Rad selbst wiegt 32 Kilo. Als komfortabel beschreibt der Fleischermeister den wartungsarmen Riemenantrieb mit stufenloser Enviolo-Nabe. Im Gegensatz zu einer Ausstattung mit einer Kette bedarf dieser Antrieb weder einer regelmäßigen Ölung noch muss er nachgespannt werden.

Auch der Antrieb mit gleich zwei Ladeakkus zu 500 Wh ist für Jung ein Vorteil: „Normalerweise reicht ein Akku – je nach zugeladenem Gewicht, benutzten Schaltstufen und der örtlichen Geländetopografie – für eine Fahrtstrecke von 160 Kilometer. Mit zweien verdoppelt sie sich natürlich.“ Die Batterien lassen sich direkt am Rad aufladen. Man kann sie aber auch herausnehmen und an eine Dockingstation hängen.

Erfahren Sie mehr über die Metzgerei Jung im Beitrag „Steaks & Co. gibt‘s von O bis O“ von Monika Mathes.
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