Staatsoberhaupt lobt Jungmeister „Stütze unserer Gesellschaft“

Sonntag, 14. Januar 2018
Gratulation zum Meistertitel vom Bundespräsidenten.
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Gratulation zum Meistertitel vom Bundespräsidenten.

Das erlebt das Handwerk nicht alle Tage: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht den Jungmeistern die Meisterbriefe in der Frankfurter Paulskirche.
Es ist eine liebgewordene Tradition in Frankfurt am Main dem Nachwuchs der zahlreichen Handwerksberufe die Meisterbriefe im Januar in der Paulskirche zu überreichen. Der geschichtsträchtige Ort ist ein Symbol der demokratischen Freiheit und der nationalen Einheit, betonte Bernd Ehinger am gestrigen Samstag in seiner Begrüßung. Dem fühle sich das Handwerk traditionell verpflichtet.

Der Präsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und des Hessischen Handwerkstages (HHT), warb bei den künftigen Führungskräften im Handwerk dafür, die Region mitzugestalten. „Die kleinen und mittleren Betriebe in der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main stehen an einem historischen Wendepunkt voller Möglichkeiten. Insbesondere für die Herausforderungen, die sich aus der Entwicklung in Bezug auf Wirtschaft 4.0 ergeben und deren Auswirkungen auf die Ausbildung der Zukunft in den 130 handwerklichen Berufen, brauchen wir Ihre Weitsicht, Ihr Know-how und Ihre Bereitschaft, sich einzubringen.“
„Ich bin heute hier, damit auch außerhalb des Handwerks möglichst viele etwas mitbekommen von der tollen Arbeit und den Chancen, die es gibt.“
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender erwiesen den Jungmeistern, Jungmeisterinnen sowie Verkaufsleiterinnen und Verkaufsleiter die Ehre. „Wir beide müssen vom guten Ruf des Handwerks und der handwerklichen Ausbildung nicht mehr überzeugt werden – wir sind es“, sagte das Staatsoberhaupt.

Steinmeier lobt die jungen Handwerksmeister - darunter war die Gruppe aus dem Fleischerhandwerk die größte und gleichzeitig in der Paulskirche unübersehbar in der traditionellen roten Berufstracht.

Aus Lernenden werden Lehrende stellte der Bundespräsident fest. Er appellierte an den Nachwuchs, Verantwortung zu übernehmen und sich im Ehrenamt einzubringen. „Sie sind das Rückgrat des Handwerks, Sie sind eine Stütze unserer Gesellschaft“, so Steinmeier.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Frankfurter Paulskirche.
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Frankfurter Paulskirche.
Er ermunterte die Jungmeister Traditionen durchaus zu bewahren, jedoch gleichzeitig sich fit für das 21. Jahrhundert zu machen. „Bei aller Digitalisierung und Automatisierung werden weiterhin qualifizierte Handwerker gebraucht und das sei eine gute Nachricht.“
Insgesamt wurden in Frankfurt Jungmeister aus 16 Gewerken ausgezeichnet, darunter Bäcker, Elektrotechniker, Feinwerkmechaniker, Fleischer, Friseur, Gebäudereiniger, Installateur und Heizungsbauer, Kälteanlagenbauer, Karosserie- und Fahrzeugbauer, Maßschneider, Metallbauer, Parkettleger, Schornsteinfeger, Schuhmacher, Tischler und Zahntechniker. Unter den Meistern sind in diesem Jahr 27 Damen. Jährlich gehen rund 1.000 Handwerker im Kammerbezirk Frankfurt-Rhein-Main den nächsten Karriereschritt ihrer beruflichen Laufbahn mit dem Meisterbrief.

Fünf Jungmeister aus Frankfurt wurden mit Preisen der Frankfurter Handwerksstiftung ausgezeichnet, darunter Fleischermeisterin Lena Michaelis aus Maintal-Dörnigheim.
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