afz-akademie Rampensau gesucht

Freitag, 22. Juni 2018
Es war die dritte afz-Akademie im Verlagshaus der afz in Frankfurt. Am 12. September ist das noch junge Veranstaltungsformat als Praxis-Workshop bei Handtmann in Biberach zu Gast. Infos folgen in Kürze.
Foto: Natalie Färber
Es war die dritte afz-Akademie im Verlagshaus der afz in Frankfurt. Am 12. September ist das noch junge Veranstaltungsformat als Praxis-Workshop bei Handtmann in Biberach zu Gast. Infos folgen in Kürze.

"Wir brauchen eine Mischung aus Metzger und Rampensau." Bei der dritten afz-akademie im Verlagshaus der afz in Frankfurt berichteten wieder die Praktiker aus dem Fleischerhandwerk ihren Kollegen von ihren Erfolgsrezepten.
"Mehr Fleischgeschäft machen", diesem Motto folgen alle Veranstaltungen des noch jungen Formats der afz-akademie. Sie vernetzt Praxis und Theorie sowie erfolgreiche Unternehmer aus Fleischerhandwerk und Lebensmittelhandel untereinander. Fritz Gempel, der durch den Tag führte, fokussierte noch mal die wunderbaren Chancen, die sich heute an der Fleischtheke bieten. "Fleisch ist jetzt selbst der Trend", machte der Moderator klar. Jetzt gehe es darum, so viel wie möglich aus diesem Hype zu machen.

"Internationale Herkünfte kann der Handel besser", stellte Gempel fest. Die regionalen aber, die könne das Fachgeschäft besser spielen - und dafür seinen Mehrpreis verlangen. "Kommunizieren Sie Fleischrassen, egal welche", lautete ein weiterer Tipp des afz-Autors. Beim Reifen riet er den Metzgermeistern, auch mal was auszuprobieren. Dirk Ludwig aus Schlüchtern sei so zum Aqua-Ageing oder Asche Dry-aged gekommen.
Gempel machte den Meistern auch Mut, sich selbst ein bisschen mehr zu inszenieren. "Wir brauchen eine Mischung aus Metzger und Rampensau", gern als Grill-Freak mit Muskeln, Tattoos und Voll-Bart.

Einer der sich in der Szene als solch bekennender Grill-Freak einen Namen gemacht hat, ist Philipp Sontag aus Kißlegg. Bei der afz-akademie in den Räumen der dfv Mediengruppe gab er den Kollegen im Publikum Tipps, wie sich Fleisch und vor allem die neuen, amerikanischen Zuschnitte, die "New Cuts", gut ins Geld bringen lassen. Inszenierung und klingende Namen sind der Schlüssel. Sontag: "Die Emotionen, die ich bei einem Porsche-Cayenne-Fahrer mit einem 1,5-Kilo-Porterhouse auslöse, kann ich mit dem Wiener Würstchen bei einer Hausfrau nie erreichen."

Philipp Büning, Fleischermeister aus Münster und Gewinner des "Förderpreis der Fleischwirtschaft 2017", berichtete, wie er seinen Betrieb auf neue Füße gestellt und seinen Namen zu einer unverwechselbaren Marke gemacht hat: "Der vom Rinde versteht." Michael Keller, Fleischermeister und Fleischsommelier, gab Tipps, wie sich mit Geflügelfleisch genau so viel Umsatz machen lässt wie mit Rindfleisch. Und Armin Häfele, Geschäftsführer der Metzgerei Häfele in Winnenden, berichtete von seinen Erfahrungen bei der Kooperation mit dem Lebensmittelhandel.

Mehr über unsere afz-akademie lesen sie in der afz der kommenden Woche, die am 27. Juni erscheint.

>>> Die nächste afz-akademie "Mehr Fleischgeschäft machen" findet am 16.10.2019 in Frankfurt statt >>> Programm und Anmeldung
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