Preisentwicklung: Komfortzone adieu
Jörg Schiffeler
Preisentwicklung

Komfortzone adieu

Dienstag, 21. Juni 2022

FRANKFURT Gestörte Lieferketten, abgeschottete Märkte sowie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine bescheren allen Wirtschaftssystemen eine unbequeme Gemengelage.

Ein Ende der Verwerfungen ist nicht absehbar. Parallel muss die Transformation rund um den Globus vorangetrieben werden, damit das Klima nicht vollständig kollabiert und die Schäden für alle Geschöpfe und die Umwelt nicht noch zerstörerischer werden.

Die Unsicherheiten nehmen weltweit zu. Je größer sie werden, desto stärker explodieren die Preise. Das Vor-Corona-Niveau wird so schnell nicht wieder erreicht werden. Die Situation ist gefährlich, insbesondere wenn Güter des täglichen Bedarfs für Teile der Gesellschaft unbezahlbar werden. Mit dem Krieg in Europa ist der soziale Frieden in Gefahr. Können Unternehmen gegensteuern und der Bedrohung den Wind aus den Segeln nehmen?

Jeder Einzelne ist gefordert nicht in Hysterie zu verfallen, sondern mit kühlem Kopf nach nachhaltigen Lösungen zu suchen – stabile Lieferbeziehungen, alternative Rezepturen, optimierter Ressourcen-Einsatz. Handwerk und Industrie sind kreativ und pragmatisch. Darin liegt eine starke Kraft, ungekannte Hürden gemeinsam zu überwinden.

Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 25/2022
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