Transformation: Am Ende wird doch gegrillt
Jörg Schiffeler
Transformation

Am Ende wird doch gegrillt

Dienstag, 26. April 2022

FRANKFURT Diese Woche wird spannend. Von angeblichen Klimasündern, dem nachhaltigen Einsatz von Ressourcen und einem Konzern, den Medien auf dem Kieker haben.

Gleich am Sonntag berichtete die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, warum wir Kühe nicht für Klimasünder halten sollen. Umweltschutz und Fleischkonsum werden ja nicht erst seit der Bewegung „Fridays for Future“ kritisch hinterfragt. Auch die Uni Bonn fordert, den Verzehr von Fleisch deutlich zu reduzieren.

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine bescherte einen weiteren Dissenz: die „Teller-statt-Trog-Diskussion“. Sie treibt immer neue Blüten. Aktuell prallen die Meinungen über Steuersenkungen aufeinander. Lösen wir doch stattdessen lieber mal pragmatisch die Herausforderung steigender Preise für Bedürftige, ohne dass die Betriebe ihre Software aktualisieren müssen, wie das wohl auf die Arbeitgeber im Fall der Energiekostenzuschüsse zukommen wird. 

In Köln trifft sich das „Who is Who“ der Lebensmitteltechnologie zur Anuga FoodTec. In den Messehallen zeigen zahlreiche Aussteller Lösungen für die Transformation in der Ernährungswirtschaft, denn am Megatrend „Nachhaltiger Einsatz von Ressourcen“ kommt kein Unternehmen mehr vorbei. 

Eine neue ZDF-Dokureihe schließlich knöpft sich Deutschlands größten Fleischkonzern vor. Wir sind gespannt. Denn was könnte man nach Jan Böhmermanns Satire „Geboren, um zu schlachten“ noch grillen?

Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 17/2022
stats