Internationaler Metzgermeister-Verband: Tradi...
Foto: DFV
Die nationalen Verbände des europäischen Fleischerhandwerks trafen sich zur ihrer Herbsttagung in Brüssel.
Die nationalen Verbände des europäischen Fleischerhandwerks trafen sich zur ihrer Herbsttagung in Brüssel.

BRÜSSEL Einsatz von Nitrit und Nitrat sowie mehr Nachhaltigkeit beschäftigen die Verbände des europäischen Fleischerhandwerks.

Aktuelle Vorhaben der Europäischen Kommission, aber auch nationale Umsetzungen von Regelungen beschäftigten die Mitglieder des Internationalen Metzgermeisterverbands (IMV) auf ihrer Herbsttagung vergangene Woche in Brüssel.

Die Bestrebungen der EU-Kommission, den Einsatz von Nitrit und Nitrat massiv einzuschränken, bereitet den Fleischereien in mehreren Mitgliedstaaten große Sorgen. Faktisch würden strengere Regeln dazu führen, dass vor allem auch traditionelle Erzeugnisse entweder gar nicht mehr hergestellt werden können oder zumindest den typischen Charakter verlieren würden, befürchtet auch Vizepräsident Eckhart Neun vom Deutschen Fleischer-Verband (DFV). Die IMV-Mitglieder stimmten das weitere Vorgehen auf europäischer Ebene und gegenüber den nationalen Ministerien ab. Vor allem sollen die nationalen Experten, die über den Vorschlag der Kommission abstimmen sollen, dazu bewegt werden, diesen abzulehnen, um neue Verhandlungen zu ermöglichen.

Breiten Raum nahmen auch die Planungen der EU-Kommission ein, künftig stärker auf eine nachhaltige Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung hinzuwirken. Das schließt auch eine entsprechende Kennzeichnung mit ein. Diese Planungen sollen im Verlauf des nächsten Jahres abgeschlossen werden. Dann soll ein neuer Rahmen für nationale Regelungen greifen. Hierzu war ein Vertreter der Brüsseler Kommission Gast, um die Vorstellungen und vor allem auch die Bedenken des Fleischerhandwerks aufzunehmen. Betont wurde seitens der Verbände vor allem, dass die Handwerksbetriebe insbesondere auch bei sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeitsaspekten bereits jetzt einen großen Vorsprung besitzen.

Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 47/2022

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