Tierschutz: Kühnle stellt Schlachtung vorerst...
imago / Olaf Döring
In Backnang kommen keine Tiere mehr an den Haken.
In Backnang kommen keine Tiere mehr an den Haken.

BACKNANG Das Familienunternehmen Kühnle aus Backnang (Rems-Murr-Kreis) stellte seine Schlachtung nach einem Bericht des ARD-Magazins „Report Mainz“ über Tierquälerei vorerst ein.

In einer Pressemitteilung nimmt Kühnle zu den Vorwürfen Stellung: „Am 16. August 2022 hat uns ‚Report Mainz‘ einen Zusammenschnitt von heimlichen Videoaufnahmen aus unserem Schlachtbetrieb gezeigt. Die Aufnahmen dokumentieren mögliche Unregelmäßigkeiten beim Zutrieb von Rindern sowie bei der Betäubung einzelner Tiere. Nach Ansicht des Videos haben wir uns (...) entschlossen, die Schlachtung (...) unverzüglich auszusetzen und zur Aufklärung des Sachverhalts einen unabhängigen Gutachter hinzuzuziehen.


Auf den Aufnahmen zu sehende zwei Mitarbeiter haben wir bis zur Aufklärung der Vorwürfe unter Fortzahlung der Bezüge mit sofortiger Wirkung freigestellt. Dazu werden wir alles Erforderliche unternehmen und etwa die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch intensiver schulen sowie Arbeitsprozesse verbessern. Die Optimierung der baulichen Gegebenheiten ist in Teilen bereits vorgenommen und in Teilen beauftragt. Wir betonen, dass alle Maßnahmen aus freiwilliger unternehmerischer Entscheidung erfolgen.
Die Produktion von Fleischwaren und Wurst sowie der Verkaufsbetrieb in den 16 Filialen laufen uneeingeschränkt weiter. Als Familienunternehmen in vierter Generation war und ist der Anspruch des Unternehmens und der rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, nur Produkte und Waren von höchster Qualität anzubieten. Hierfür stehen wir ein. Genauso stehen wir für mögliche Fehler ein und werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um solche für die Zukunft mit Sicherheit auszuschließen.“

Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 34/2022

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