Verbraucherpreise: Fleisch fast ein Fünftel t...
Aichinger / Boris Golz
Für Fleisch und Fleischwaren mussten die Verbraucher im Oktober nochmals tiefer in die Tasche greifen.
Für Fleisch und Fleischwaren mussten die Verbraucher im Oktober nochmals tiefer in die Tasche greifen.

WIESBADEN Der Anstieg der Preise für Nahrungsmittel in Deutschland hat sich im Oktober weiter beschleunigt.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am mitteilte, lagen die Verbraucherpreise für Lebensmittel laut endgültigen Ergebnissen im Mittel um 20,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, womit die vorläufige Angabe bestätigt wurde. Damit hat die Teuerung in dieser Warengruppe weiter zugenommen, denn im September lag diese bei 18,7 Prozent und im August bei 16,6 Prozent. Die allgemeine Teuerungsrate für alle Waren und Dienstleistungen lag laut Destatis im Oktober 2022 bei 10,4 Prozent; das war das höchste Niveau im vereinigten Deutschland.

„Hauptursachen für die hohe Inflation sind nach wie vor enorme Preiserhöhungen bei den Energieprodukten. Aber wir beobachten zunehmend auch Preisanstiege bei vielen anderen Waren und Dienstleistungen. Besonders spürbar für die privaten Haushalte sind mittlerweile die steigenden Preise für Nahrungsmittel“, erklärte Destatis-Präsident Dr. Georg Thiel. Erneut seien im Oktober bei allen Nahrungsmittelgruppen Preiserhöhungen im Vergleich zum Vorjahresmonat beobachtet worden. Die Teuerung für Lebensmittel sei im Berichtsmonat fast doppelt so hoch ausgefallen wie die Inflationsrate für alle Waren und Dienstleistungen.

Besonders deutlich fiel die Preissteigerung bei den Nahrungsgütern erneut bei Speisefetten und -ölen aus, die sich im Vergleich zu Oktober 2021 um 49,7 Prozent verteuerten. Überdurchschnittlich stark sind auch die Preise in den Läden für Molkereiprodukte und Eier angestiegen, nämlich im Schnitt um 28,9 Prozent. Bei der energieintensiven Produktion von Milcherzeugnissen schlagen die hohen Gas- und Strompreise besonders durch; hinzu kommt der teure Einkauf von Rohmilch wegen der verhaltenen Milcherzeugung.

Besonders deutliche Preiserhöhungen gab es zuletzt mit 23,1 Prozent aber auch bei Gemüse; einen Monat zuvor hatte die Teuerungsrate hier noch bei 14,8 Prozent gelegen. Einen mittleren Preisaufschlag von 19,8 Prozent meldete Destatis für Brot und Getreideerzeugnisse; Fleisch, Fleischwaren und Wurst verteuerten sich binnen Jahresfrist um 19,3 Prozent. Gemessen an der gesamten Produktgruppe unterdurchschnittliche Preisanhebungen gab es weiterhin bei Obst mit 6,2 Prozent.

Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE

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