Kommentar von
Bernd Feuerstein

Organisationsreform Umbau muss kommen

Freitag, 10. März 2017
Das Verbandshaus der Fleischer muss umgebaut werden. Nicht etwa die Villa des Deutschen Fleischer-Verbands in der Kennedyallee in Frankfurt ist damit gemeint, sondern die Organisationsstruktur einer der ältesten Gewerke der Menschheit.

Seit Jahren gibt es Lippenbekenntnisse, dass etwas getan werden muss. Doch niemand hat in der Vergangenheit die rechte Traute bewiesen, das Thema konkret anzugehen. Die Fleischer sind gut aufgestellt durch eine Vertretung in Brüssel oder durch eine sinnvolle Basisarbeit der Gremien in der Geschäftsstelle in Frankfurt. So können Bürokratiemonster aus Brüssel oder Berlin zum Teil schon im Keim erstickt werden. Wollen die Fleischer diesen Einfluss behalten, muss sich endlich was tun.

„Es wird schmerzhafte Einschnitte in allen Bereichen geben müssen.“
Bernd Feuerstein, Redaktion afz
Dazu werden auf allen Ebenen zum Teil schmerzliche Einschnitte nötig sein. Von Fusionen von Innungen oder auch Landesverbänden, bis hin zur kompletten Auflösung verschiedener Ebenen ist alles auf den Prüfstand zu stellen. Kein Obermeister darf an seinem Amt kleben, kein Landesverband seine regionale Vormachtstellung behaupten. Eine direkte Mitgliedschaft beim DFV muss möglich sein, nur dann sind vielleicht auch nicht-organisierte Fleischer bereit, Teil der Berufsorganisation zu werden. Kein Bereich darf mit einem Tabu belegt werden.
FNB - Versammlung 2017
(Bild: feu)

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Die Sparmöglichkeiten sind längst ausgeschöpft, die Rückstellungen bald aufgebraucht, der Großteil der Verbandsimmobilien verkauft. Die Fleischer sollten den Schwung des neuen Präsidiums nutzen und endlich in die Pötte kommen. Nur ein starker Verband kann überleben.

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