Bürokratie Politiker inspizieren Kassenführung

Dienstag, 12. März 2019
Volles Haus im Fleischer-Fachgeschäft Bünger in Berlin: Fleischermeister Jens-Uwe Bünger (3.v.r.) mit den Bundestagsabgeordneten Lothar Binding (2.v.r.), Sebastian Brehm (Mitte) und Uwe Feiler (rechts) sowie Carsten Rothbart (3.v.l.) und Fabian Bertram (links) vom Zentralverband des deutschen Handwerks und DFV-Hauptgeschäftsführer Martin Fuchs (2.v.l.).
Foto: ZDH / Boris Trenkel
Volles Haus im Fleischer-Fachgeschäft Bünger in Berlin: Fleischermeister Jens-Uwe Bünger (3.v.r.) mit den Bundestagsabgeordneten Lothar Binding (2.v.r.), Sebastian Brehm (Mitte) und Uwe Feiler (rechts) sowie Carsten Rothbart (3.v.l.) und Fabian Bertram (links) vom Zentralverband des deutschen Handwerks und DFV-Hauptgeschäftsführer Martin Fuchs (2.v.l.).
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ZDH Deutscher Fleischer-Verband DFV Bizerba Bürokratie


Bei einem Ortstermin mit Mitgliedern des Deutschen Bundestags in der Berliner Fleischerei Bünger hatten DFV-Hauptgeschäftsführer Martin Fuchs und Vertreter des Zentralverbands des deutschen Handwerks (ZDH) die Möglichkeit, Praxisprobleme bei der Umsetzung der Kassensicherungsverordnung und der Technischen Richtlinie zu diskutieren.

Der Einladung zum gemeinsamen Austausch waren die Bundestagsabgeordneten Uwe Feiler (CDU), Sebastian Brehm (CSU) und Lothar Binding (SPD) gefolgt. Ein wichtiges Ziel des Ortstermins war unter anderem, das seit Jahrzehnten bewährte Prinzip des sogenannten „Durchbedienens“ in der Praxis zu erläutern. Probleme mit der gesetzlich gewollten Aufzeichnung durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) treten dann auf, wenn im Betrieb mehrere Waagen mit Kassenfunktion für das Bedienen eines einzelnen Kunden benutzt werden. Dann könne das Kassen-Waagensystem nicht unterscheiden, ob der Vorgang nun mit Geldfluss abgeschlossen worden sei oder nur Teil des Durchbedienens eines Kunden bis zur Endkasse darstelle, so der DFV.

Der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) forderte deshalb von den politischen Vertretern, dass die Anforderungen an die TSE klar formuliert werden. Derzeit sei noch unklar, wo die TSE angeschlossen werden müsse. Unterstützt wurden die Verbandsvertreter dabei durch Mitarbeiter der Firma Bizerba.

Bei dieser Gelegenheit setzten sich ZDH- und DFV-Vertreter erneut intensiv für eine praxisnahe Umsetzung ein. Denn gerade Fleischereien, die Kassen-Waagen-Verbund-Systeme einsetzen, werden vor besondere Herausforderungen gestellt. Daher war es hilfreich, den Vertretern aus der Politik die Probleme bei der Umsetzung der Anforderungen unter Live-Bedingungen zu demonstrieren. Der konstruktive Dialog zwischen Verbänden und Politik wurde von allen Beteiligten als fruchtbar bewertet und soll weitergeführt werden. Ziel soll eine Umsetzung der neuen Norm sein, die für die einzelnen Betriebe mit vertretbarem Aufwand möglich ist.

Stichwort „Durchbedienen“

Darunter versteht man das Bedienen eines Kunden über mehrere Stationen bei Nutzung mehrerer Waagen. Probleme treten dann auf, wenn die verwendeten Waagen mit Kassenfunktion ausgestattet sind. Das Kassen-Waagen-System unterscheidet bei Datensicherung nicht, ob ein Weiterbedienen oder ein Kassiervorgang folgt.

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