Corona-Krise Fachgeschäfte sind unverzichtbar

Mittwoch, 18. März 2020
Eine wichtige Säule für die Nahversorgung: das Fleischer-Fachgeschäft.
Foto: DFV
Eine wichtige Säule für die Nahversorgung: das Fleischer-Fachgeschäft.

Am heutigen Mittwoch treten in den Bundesländern weitreichende Beschränkungen für das öffentliche Leben in Kraft. Die Vermeidung sozialer Kontakte sind das oberste Gebot, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Der Verkauf in den Fleischereien muss aber weitergehen, untermauert der DFV.
Der Lebensmitteleinzelhandel, Wochenmärkte und Lieferdienste, Apotheken, Drogerien, Banken, Tankstellen sowie der Großhandel bleiben bislang unberührt von den Maßnahmen, die Bund und Länder gemeinsam beschlossen haben. Das bedeutet auch für die Fleischer: Sie dürfen ihre Fachgeschäfte weiter öffnen.

Nur was passiert, wenn im Zuge der Corona-Krise das öffentliche Leben in der Bundesrepublik noch weiter runtergefahren wird? Für diesen Fall betont der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) schon jetzt die Systemrelevanz des deutschen Fleischerhandwerks. Bereits Anfang der Woche hatte der DFV dem Gemeinsamen Krisenstab des Bundesgesundheitsministeriums und des Bundesinnenministeriums gegenüber deutlich gemacht, dass bei der Definition von Ausnahmen die wichtigste Säule der Nahversorgung der Menschen nicht übersehen werden darf: die Unternehmen des Lebensmittelhandwerks, also auch die Fleischereien.
Coronavirus - geschlossenes Resto
(Bild: imago images / Future Image)

Mehr zum Thema

Pandemie-Krise Corona überschattet alles

Die Arbeitsgemeinschaft des Lebensmittelhandwerks bekräftigt dies nun noch einmal. In einem Brief, der an die Bundesminister für Gesundheit, Inneres und für Ernährung gesandt wurde, machten die Mitgliedsverbände deutlich, dass es gerade die Unternehmen des Lebensmittelhandwerks sind, die für eine verbrauchernahe Versorgung stehen: unter anderem Metzger, Bäcker und Konditoren. Das umfasse vor allem kurze und nachvollziehbare Transportwege. Weder Rohstoffe noch Produkte werden bei diesen Betrieben über weite Strecken transportiert, sondern werden aus der Region für die Region produziert und vermarktet, heißt es in dem Brief. Unterzeichnet hat ihn der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft, DFV-Präsident Herbert Dohrmann.
Klöckner PK - Ernährungswirtschaft
(Bild: imago images / photothek)

Mehr zum Thema

Corona-Krise Klöckner unterstützt Ernährungssektor

Die Gedanken scheinen auf dem politischen Parkett auch zu verfangen. Dass sich Bundesernährungsministerin Julia Klöckner der Forderung der Verbände angeschlossen hat, freut den DFV. In der Bundespresskonferenz unterstrich sie gestern: "Landwirtschaft, Nahrungsmittelproduktion und die flächendeckende Verfügbarkeit von Lebensmitteln sind für unser Land systemrelevant." Auch einzelne Bundesländer hätten den Punkt positiv aufgegriffen, konstatiert der DFV. Metzgereien sind aktuell weitreichend von den Schließungsgeboten ausgenommen.

Lesen Sie auch den Kommentar „Das Unvermeidliche überwinden und meistern“.
Das könnte Sie auch interessieren
stats