Fleischerhandwerk DFV-Spitze steckt starke Ziele

Dienstag, 21. Februar 2017
Ein starkes Team: Ehren- und Hauptamt stehen den Innungsmitgliedern Rede und Antwort.
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Ein starkes Team: Ehren- und Hauptamt stehen den Innungsmitgliedern Rede und Antwort.

Der Verband wie seine Mitglieder zeigen sich geeint und motiviert. Bei den Obermeistertagen leitet das neu gewählte Präsidium erste Schritte zur Zukunftssicherung ein.

Die Obermeistertage in Würzburg und Hannover sind ein wichtiges Stimmungsbarometer: Die Mitglieder erfahren zum einen, welche Themen ihre Interessenvertretung derzeit politisch bearbeitet. Zeitgleich fühlt die Frankfurter Geschäftsstelle den Puls der Basis und wie der Einzelne zu aktuellen Fragestellungen steht.

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Ein zentrales Anliegen des neu gewählten DFV-Präsidiums ist die Zukunftssicherung der berufsständischen Vertretung. Das bedeutet für Präsident Herbert Dohrmann in erster Linie einen leistungsstarken Bundesverband, den drei bis fünf Regionalverbände flankieren. Gretchenfrage ist die finanzielle Absicherung. Angesichts der aktuellen Zinslage hatte der Gesamtvorstand den Zusatzbeitrag von 15 Euro aus dem Drei-Säulen-Modell gekippt. In Würzburg entstand dann die Idee, diesen Betrag dem Budget für Werbung zuzuschlagen. Der Gesamtvorstand berät nun erneut.

Um die Attraktivität der Berufe des Fleischerhandwerks zu steigern, will der Verband ab nächstem Jahr eine Nationalmannschaft aus Metzgern und Fachverkäuferinnen aufstellen. Tolle junge Leute aus allen Regionen Deutschlands sollen damit gefördert und zum jugendlichen Gesicht des Handwerks vor Ort werden. Dazu stehen allerdings noch Gespräche mit dem ZDH aus, denn der Bundesleistungswettbewerb soll für diesen Club der Besten weichen.
In seinem Bericht zum Lebensmittelrecht unterstrich Konrad Ammon jun. erneut, dass das Fleischerhandwerk nicht ohne eine fachmännische Kastration auskommt. Diese muss aber ab 2019 mit Betäubung erfolgen. Alternativen wie Immunokastration und Ebermast scheiden allein im Sinn des Verbraucherschutzes und der Qualität aus.

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