Fleischerverband Hessen Metzger brauchen starke Auftritte

Dienstag, 28. August 2018
Eine starke Truppe: Landesinnungsmeister und DFV-Vizepräsident Eckhart Neun (vorn rechts) mit den Spitzen des Fleischerverbands Hessen.
Foto: jus
Eine starke Truppe: Landesinnungsmeister und DFV-Vizepräsident Eckhart Neun (vorn rechts) mit den Spitzen des Fleischerverbands Hessen.
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Eckhart Neun DFV


Das hessische Fleischerhandwerk präsentiert sich stark und selbstbewusst. Landesinnungsmeister Eckhart Neun zog eine positive Bilanz für 2017.

Auch wenn der Rückgang der fleischerhandwerklichen Betriebe am Bundesland Hessen keinen Halt machte, entwickelten sich die verbliebenen Unternehmen zu leistungsstärkeren Einheiten.

Neun, zugleich Vizepräsident des Deutschen Fleischer-Verbands (DFV), begrüßte zur Mitglieder- und Delegiertenversammlung des Fleischerverbands Hessen (FVH) im Bürgerhaus Ober-Mockstadt (Gemeinde Ranstadt) Obermeister und Einzelstimmberechtigte aus allen Landesteilen. Der Landesinnungsmeister konstatierte: „Es ist viel Bewegung im Fleischerhandwerk“. Damit meinte Neun einerseits öffentlichkeitswirksame Auftritte bei der hessischen Landesvertretung in Berlin, bei dem die Bundeskanzlerin gern zur Fleischwurst griff. Ein weiterer Höhepunkt war die Urkunden- und Pokalübergabe der hessischen Qualitätsprüfung durch Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) anlässlich des Hessentags. Andererseits sieht Eckhart Neun die Fleischer in einem großen Umbruch. Weniger Betriebe erwirtschaften mehr Umsatz und das mit einer durchschnittlichen Belegschaft von 11,4 Beschäftigten. Auch wenn neue Arbeitskräfte durch Geschäftsaufgaben anderer Metzgereien gewonnen werden können, fehlt es dennoch an Fachkräften und Berufseinsteigern.

Das hessische Fleischerhandwerk

Betriebe: 1.205 mit 551 Filialen

Mitglieder: 568

Innungen: 21; Wetzlar und Dillenburg fusionierten zur Innung Lahn-Dill. Die Innung Groß-Gerau löste sich auf, die Mitglieder sind dem Landesverband direkt zugeordnet.

Landesinnungsmeister: Eckhart Neun

Stellvertreter: Rudolf Döring und Dr. Bettina Hardtert
Der FVH zählt mit 103 neu abgeschlossenen Lehrverträgen bei den Fleischern und 93 bei den Verkäuferinnen beinahe so viele wie im Vorjahr. Ein dritter wichtiger Punkt ist für Neun die Mitgliederentwicklung. 2018 sind dem FVH 568 Betriebe in 21 Innungen angeschlossen, 33 Unternehmen weniger als 2017. Seit diesem Jahr ziehen die Innungen Dillenburg und Wetzlar als neue Einheit Lahn-Dill an einem Strang. Die nur sechs Mitglieder zählende Innung Groß-Gerau löste sich wie die Vereinigung der Hochtaunus-Fleischer auf. Diese Betriebe werden nun direkt von der Landesgeschäftsstelle in Frankfurt betreut. Aufgrund dieser Entwicklung empfahl Schatzmeister Georg Volz eine Erhöhung der Beiträge um jährlich 25 Euro. Dem folgte die Versammlung einstimmig.

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