Handelskonflikt: Klöckner und Vilsack im Dial...
Handelskonflikt

Klöckner und Vilsack im Dialog

imago / Christian Spicker
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und ihr amerikanischer Amtskollege Tom Vilsack wollen die transatlantischen Beziehungen in der Ernährungswirtschaft wieder intensivieren.
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und ihr amerikanischer Amtskollege Tom Vilsack wollen die transatlantischen Beziehungen in der Ernährungswirtschaft wieder intensivieren.

BERLIN Deutschland und die USA wollen die transatlantischen Beziehungen in der Land- und Ernährungswirtschaft wieder intensivieren.

Das haben Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und ihr amerikanischer Amtskollege Tom Vilsack jetzt in einer Videokonferenz betont. Beide begrüßten vor diesem Hintergrund die jüngste Einigung zwischen der EU-Kommission und der neuen Regierung in Washington, die wechselseitig verhängten Strafzölle für vier Monate auszusetzen.

Sowohl in Deutschland als auch in den Vereinigten Staaten hätten diese zu wirtschaftlichen Einbußen für Betriebe im Agrar- und Ernährungsbereich geführt. Es sei wichtig, sich auf Gemeinsamkeiten zu konzentrieren. Vilsack und Klöckner verständigten sich außerdem darauf, ihre Zusammenarbeit beim Umwelt- und Klimaschutz in der Landwirtschaft zu verstärken. Gerade die Präzisionslandwirtschaft biete hier große Potentiale.

Als wichtigen Schritt hob Klöckner die Rückkehr der USA zum Pariser Klimaabkommen hervor. Landwirtschaft könne einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten, unterstrich die Ministerin. Unverzichtbar für die Sicherung der Welternährung seien ein Dialog über Wege für eine nachhaltigere Landwirtschaft weltweit, gemeinsame Forschung sowie ein regelbasierter Handel.
Darüber hinaus sicherten beide Ressortchefs zu, den sogenannten One-Health-Ansatz weiter stärken zu wollen. Diese Notwendigkeit verdeutliche vor allem auch die aktuelle Pandemie. Schließlich hoben die Minister die Bedeutung einer gesunden Ernährung und einer ausgewogenen Schulverpflegung sowohl für die Bekämpfung von Übergewicht und Fettleibigkeit als auch für die längerfristige Ernährungsbildung hervor. Wie Klöckner zudem mitteilte, soll dem digitalen Gespräch schon bald ein persönliches Treffen folgen. Sofern die Pandemiesituation es zulasse, werde sie Ende Juni zu politischen Gesprächen nach Washington reisen.
Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE

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