Afrikanische Schweinepest: Weitere Maßnahmen ...
imago / Laci Perenyi
Die Seuchenbekämpfung im Dreiländereck zwischen Deutschland, Polen und Tschechien soll weiter verbessert werden.
Die Seuchenbekämpfung im Dreiländereck zwischen Deutschland, Polen und Tschechien soll weiter verbessert werden.

BERLIN Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat sich mit ihrem polnischen Amtskollegen Grzegorz Puda und dem tschechischen Ressortchef Miroslav Toman auf weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) verständigt.

In einer gemeinsamen Erklärung vereinbarten die Minister unter anderem eine noch engere Abstimmung der Bekämpfungsmaßnahmen in den Grenzgebieten. Dies soll beispielsweise die Kadaversuche sowie den Bau beziehungsweise die Wartung von Wildschweinbarrieren umfassen.


Auf lokaler und regionaler Ebene soll der Informationsaustausch zwischen Jägern, Forstbeamten und Veterinären verbessert werden, um die Bejagung von Wildschweinen zu koordinieren. Grundsätzlich soll die Bejagung verstärkt werden, um die Wildschweinpopulation im Dreiländereck zu verringern und so das Risiko einer Weiterverbreitung des Virus zu vermindern. Darüber hinaus kamen die Ressortchefs überein, in einem 20 Kilometer breiten Gebiet entlang der Grenze auf Drück- und Treibjagden zu verzichten, damit keine Tiere aufgescheucht werden und die Seuche verschleppt wird.

„Wir engagieren uns massiv, damit die Ausbrüche auf das jetzige Gebiet beschränkt bleiben und diese Tierseuche schnellstmöglich getilgt wird. Das tun wir auch in Verantwortung für ganz Europa“, erklärte Klöckner heute im Anschluss an die Videokonferenz mit ihren Amtskollegen. Es müsse gemeinsam mit den Bundesländern und den Nachbarländern verhindert werden, dass sich die ASP weiter in Richtung Westen ausbreite. Die gemeinsame Vereinbarung mit Polen und Tschechien schaffe dafür eine wichtige Grundlage, da so vor allem die enge, länderübergreifende Zusammenarbeit zum Beispiel zwischen Veterinären und Jägern gestärkt werde.

Ungeachtet dessen sieht Klöckner vor allem auf polnischer Seite noch Optimierungspotential. Sie konstatierte, dass Polen bei der Errichtung von Wildzäunen zwar aktiv sei, es aber gerade in Richtung der deutschen Grenze noch einige ungeschützte Stellen gebe. Die Ressortchefin forderte daher ihren polnischen Amtskollegen erneut auf, die gemeinsame Einrichtung einer wildschweinfreien, sogenannten weißen Zone, im deutsch-polnischen Grenzgebiet voranzutreiben. Diese wäre ein sinnvoller Puffer, um die Verschleppung der ASP zu verhindern, so Klöckner.

Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE
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