ASP: Länder müssen besser kontrollieren
BMEL / Thomas Trutschel / photothek.net
Beate Kasch ist Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
Beate Kasch ist Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

BERLIN. Vor dem Hintergrund der Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in kleinen und kleinsten Schweinehaltungen hat Staatssekretärin Beate Kasch die Länder nochmals dazu aufgefordert, verstärkt zu kontrollieren und bei Biosicherheitsdefiziten Abhilfe zu schaffen.

Bei der Tagung des Zentralen Krisenstabs „Tierseuchen“ mit Vertretern von Bund und Ländern und des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) betonte Kasch heute in Berlin, dass die Biosicherheit von Schweinebetrieben entscheidend dafür sei, dass der ASP-Erreger nicht direkt oder indirekt in Hausschweinbestände gelange. Brandenburg räumte dem Bundeslandwirtschaftsministerium zufolge ein, dass gerade bei Kleinstbetrieben diese Maßnahmen nur mangelhaft eingehalten würden.
Die Ursache für den Eintrag in drei Hausschweinbestände in Brandenburg wird laut Bundeslandwirtschaftsministerium derzeit noch untersucht. Kasch betonte jedoch, dass eine bessere Kontrolle der Biosicherheitsmaßnahmen zwingend erforderlich sei, auch in den Kleinstbetrieben. Die Länder seien hier zuständig und stünden in der Pflicht. „Ich habe die klare Erwartung, dass sie dieser Aufgabe auch nachkommen“, so die Staatssekretärin. Dass die ASP in Brandenburg in Kleinsthaltungen nachgewiesen worden sei, verdeutliche die Dringlichkeit.

Die Staatssekretärin berichtete zudem über die aktuelle Lage hinsichtlich des Exports von Schweinefleisch. Mit den Drittländern, mit denen nach dem Ausbruch der ASP bei Wildschweinen eine Regionalisierung habe erreicht werden können - unter anderem Vietnam, Singapur und Kanada - sollte auf Basis der vereinbarten Zertifizierungsbedingungen der Handel auch bei Fällen von ASP in der Hausschweinpopulation prinzipiell weiterhin möglich sein, stellte Kasch fest. Andere Drittländer hätten bereits nach den ASP-Fällen bei Wildschweinen deutschlandweite Sperren ausgesprochen. Der Handel innerhalb des EU-Binnenmarkts bleibe weiter möglich, da hier das Regionalisierungsprinzip Anwendung finde.

Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE

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