Ausbildung: Mehr Geld für Ausbilder
Ausbildung

Mehr Geld für Ausbilder

DFV
 Die Allianz will junge Menschen und Betriebe vor und während der Ausbildung unterstützen.
Die Allianz will junge Menschen und Betriebe vor und während der Ausbildung unterstützen.

BERLIN Vor dem Hintergrund der anhaltenden Pandemie hat die Allianz für Aus- und Weiterbildung, an der Bund, Länder, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften und die Bundesagentur für Arbeit beteiligt sind, Hilfe für Ausbilder und Auszubildende beschlossen.

Bei einer Videokonferenz einigte sich das Bündnis auf eine "Gemeinsame Aktion zur Stärkung von Ausbildungsbetrieben und jungen Menschen in der Corona-Pandemie". Dabei wurden drei wesntliche Handlungsfelder ausgemacht: Zum einen geht es um die verstärkte Ansprache von Jugendlichen, um Unterstützung bei der beruflichen Orientierung und bei der Anbahnung von Ausbildungsverträgen. Ein weiterer Punkt auf der Agenda ist die Qualitätssicherung in der Ausbildung und Unterstützung bei der Prüfungsvorbereitung. Und zur Unterstützung bei der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen soll die Ausbildungsprämie für das kommende Ausbildungsjahr 2021/2022 verdoppelt werden. Außerdem ist ein Sonderzuschuss für Kleinstbetriebe (bis zu vier Mitarbeiter) geplant.

"Mit unserer Gemeinsamen Aktion unterstützen wir junge Menschen und Betriebe dabei, dass auch unter den erschwerten Bedingungen der Pandemie begonnene Berufsausbildungen erfolgreich zum Abschluss gebracht und neue Ausbildungsverträge geschlossen werden können", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in einer gemeinsamen Pressemitteilung aller Beteiligten.

Auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) unterstreicht: „Eine gute Ausbildung ist wesentlich für ein gutes Leben. Das müssen wir jungen Menschen auch in Krisenzeiten ermöglichen. Deshalb müssen wir dringend die Ausbildungsbereitschaft in den Betrieben stärken." Und Bundesministerin Anja Karliczek ergänzt: „Die duale Berufsbildung sichert Fachkräftenachwuchs und beste Aufstiegschancen. Wir müssen alles dafür tun, dass das Ausbildungsangebot auch im zweiten Jahr der Pandemie-Einschränkungen weitmöglich aufrechterhalten werden kann."

Als "wichtige Unterstützung des Ausbildungsengagements der Handwerksbetriebe" wertet Präsident Hans Peter Wollseifer vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) die beschlossenen Maßnahmen. Viele Betriebe blickten mit Sorge auf ihre wirtschaftliche Situation. Damit eng verbunden sei die Frage, ob sie weiter Ausbildungsplätze anbieten können. Wollseifer: "Mit der nun verlängerten Förderung der Ausbildungsprämie bis Mitte Februar 2022 und der Verdopplung des Förderbetrags erhalten die Handwerksbetriebe die dringend notwendige Anerkennung für die Fortsetzung ihres Ausbildungsengagements in der Pandemie."

Mit Material von Reuters.

Quelle: fleischwirtschaft.de
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