Anbindehaltung: Kaniber will schnellstmöglich...
Anbindehaltung

Kaniber will schnellstmöglichen Ausstieg

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Die Anbindehaltung von Kühen ist in Süddeutschland noch immer weit verbreitet.
Die Anbindehaltung von Kühen ist in Süddeutschland noch immer weit verbreitet.

MÜNCHEN Mehr Tierwohl, mehr Nachhaltigkeit: Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber skizziert ihre Pläne für die Zukunft der Landwirtschaft. Dazu soll auch der Ausstieg aus der ganzjährigen Anbindehaltung gehören.

Mehr als 14.000 Anbindeställe gibt es noch in Bayern. Aus der ganzjährigen Anbindehaltung will der Freistaat jetzt so schnell wie möglich aussteigen, wie Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) am Donnerstag dieser Woche in einer Regierungserklärung im Landtag ankündigte. Auf betroffene Betriebe solle zugegangen und mit finanzieller Förderung der Umbau der Ställe erreicht werden. Die Unterstützung der Umstellung von Anbinde- auf Laufstallhaltung solle von 30 auf 40 Prozent erhöht werden, kündigte die Ministerin an.

Dass noch so viele Betriebe ihre Kühe angebunden halten, erstaune sie, denn "die staatliche Förderung für eine solche Haltung existiert seit drei Jahrzehnten nicht mehr", betonte die Ministerin. Zudem wird Bayern nach Kanibers Worten bei den Tierwohlprämien nicht auf den Bund warten und 2022 mit dem Bayerischen Tierwohlprogramm „BayProTier“ für Schweine und Mastrinder starten. Damit wolle das Agrarressort die Ziele mehr Platz pro Tier, mehr Tiere auf Stroh, mehr Außenklimareize beziehungsweise mehr Auslauf erfüllen. Dafür seien im Endausbau jährlich bis zu 50 Mio. € eingeplant.

Bei der Haltung von Zuchtsauen soll es Investitionen für mehr Tierwohl geben. "Mehr Platz pro Tier, mehr Tiere auf Stroh, mehr Auslauf", nannte Kaniber auch hier das Motto für ihre neue Landwirtschaftspolitik.

Dieser Text erschien zuerst auf www.agrarzeitung.de.

Quelle: agrarzeitung.de, fleischwirtschaft.de / dfv Mediengruppe
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