Bioland: Plagge bleibt Präsident
Sonja Herpich / Bioland, Sonja Herpich / Bioland
Jan Plagge, Präsident Bioland e. V.
Jan Plagge, Präsident Bioland e. V.

MAINZ Jan Plagge bleibt Präsident des Anbauverbandes Bioland.

Der 50-jährige Diplom-Agraringenieur Jan Plagge wurde diese Woche bei der digitalen Bundesdelegiertenversammlung mit 98 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt, das er bereits seit 2011 innehat. Damit wird Plagge auch in den kommenden fünf Jahren den Verband in allen Angelegenheiten nach innen und außen vertreten. Der wiedergewählte Verbandspräsident kündigte an, sich „weiterhin mit ganzem Engagement für die Belange der Bioländerinnen und Bioländer“ einzusetzen.


Plagge sieht den inzwischen seit 50 Jahren bestehenden Verband vor großen Herausforderungen. Gerade mit Blick auf das Superwahljahr 2021 gelte es, den politischen Stillstand zu beenden und mit allen politischen Entscheidungsträgern den Umbau der ökologischen Landwirtschaft weiter voranzutreiben. „In den nächsten zehn Jahren müssen wir als Gesellschaft zeigen, dass wir dem ökologischen Umbau unserer Wirtschaft den Stellenwert einräumen, der nötig ist, um einen positiv wirksamen Klima- und Artenschutzeffekt zu erzielen“, hob der Verbandschef hervor.
Zudem wurde auf der Bundesdelegiertenversammlung eine Bioland-Richtlinie zur Bruderhahnaufzucht verabschiedet, die diese in wichtigen Teilen regelt und laut Angaben des Verbandes mit hohen Ansprüchen an das Tierwohl verbindet. Dabei werde deutlich über den Biostandard der Europäischen Union hinausgegangen. Der Richtlinie zufolge können Bruderhähne in stationären Ställen mit angeschlossenem befestigten, überdachten Außenbereich und zusätzlichem Grünauslauf oder in mobilen Ställen mit Grünauslauf gehalten werden.

Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE
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