Corona-Hilfspaket: Ministerium ergänzt Antrag...
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Laut Bundeswirtschaftsministerium muss der neue Eigenkapitalzuschuss bei der Überbrückungshilfe III zusätzlich angefordert werden.
Laut Bundeswirtschaftsministerium muss der neue Eigenkapitalzuschuss bei der Überbrückungshilfe III zusätzlich angefordert werden.

BERLIN Der neue Eigenkapitalzuschuss bei der Überbrückungshilfe III muss zusätzlich angefordert werden.

Unternehmen, die im Rahmen der Corona-Pandemie besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind, erhalten einen neuen zusätzlichen Eigenkapitalzuschuss. Wie das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) mitteilt,  werden darüber hinaus die Bedingungen der Überbrückungshilfe III insgesamt nochmals verbessert.

Im Nachgang zur Veröffentlichung der aktualisierten FAQs (Fragen/Antworten) zur Überbrückungshilfe III hat das BMWi mittgeteilt, dass Neuanträge auf Überbrückungshilfe III einschließlich des Eigenkapitalzuschusses seit Dienstag, 20. April, gestellt werden können. Voraussichtlich Ende April können dann laut BMWi bei bereits bestehenden Anträgen Änderungsanträge auf Eigenkapitalzuschuss gestellt werden. Dieser Information ist nach Einschätzung des Dehoga Bayern sowie des Landesinnungsverbands für das bayerische Fleischerhandwerk (LIV) zu entnehmen, dass der Eigenkapitalzuschuss explizit beantragt werden muss. Das heißt, wer bereits einen Antrag auf Überbrückungshilfe III gestellt hat, muss einen Änderungsantrag einreichen, um den Eigenkapitalzuschuss zu erhalten. Der Fleischerverband Bayern empfiehlt daher den Mitgliedern, den Steuerberater zu kontakten.

Darüber hinaus erinnert der LIV an die näherrückende Antragsfrist für die November- und Dezember-Hilfe. Sie endet am 30. April. Dieses Corona-Hilfspaket richtet sich insbesondere an fleischerhandwerkliche Betriebe mit einem Imbiss oder gastronomischen Angebot, wenngleich viele Unternehmen durch das Raster fallen, wie der Verband mitteilt.

Ergänzende Informationen zum Eigenkapitalzuschuss:
  • Alle Unternehmen, die in mindestens drei Monaten seit November 2020 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 Prozent erlitten haben, erhalten einen Eigenkapitalzuschuss. Der Eigenkapitalzuschuss wird zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt.
  • Außerdem wird die Fixkostenerstattung der Überbrückungshilfe III für Unternehmen, die einen Umsatzeinbruch von mehr als 70 Prozent erleiden, auf bis zu 100 Prozent erhöht. Bislang wurden bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet.
  • Für den Eigenkapitalzuschuss anspruchsberechtigt sind Unternehmen mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in mindestens drei Monaten im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021.
  • Der neue Eigenkapitalzuschuss zur Substanzstärkung beträgt bis zu 40 Prozent des Betrags, den ein Unternehmen für die förderfähigen Fixkosten nach Nr. 1 bis 11 erstattet bekommt (vgl. FAQ zur Überbrückungshilfe III).
  • Der Eigenkapitalzuschuss ist gestaffelt und steigt an, je länger Unternehmen einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erlitten haben. Gezahlt wird er ab dem dritten Monat des Umsatzeinbruchs und beträgt in diesem Monat 25 Prozent. Im vierten Monat mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erhöht sich der Zuschlag auf 35 Prozent; bei fünf oder mehr Monaten erhöht er sich noch einmal auf 40 Prozent pro Monat.
Weitere Informationen: BMWi
Quelle: BMWi


Dieser Beitrag erschien zuerst auf der fleischwirtschaft.de-Schwesterplattform www.abzonline.de.

Quelle: abzonline.de, fleischwirtschaft.de / dfv Mediengruppe
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