Corona-Schutz: Vorrang für Fleischsektor
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In Frankreich wird die Impfpriorität für Beschäftigte in Schlachthöfen und Lebensmittelgeschäften heraufgesetzt.
In Frankreich wird die Impfpriorität für Beschäftigte in Schlachthöfen und Lebensmittelgeschäften heraufgesetzt.

PARIS In Frankreich werden Angestellte aus Unternehmen des Fleischsektors und aus Lebensmittelgeschäften bei Corona-Impfungen bevorzugt.

Wie das Pariser Arbeitsministerium am 22. April mitteilte, erhalten diese Gruppen vom 24. April an für zwei Wochen Vorrang in den Impfzentren und können sich dort mit dem Impfstoff von AstraZeneca impfen lassen. Laut den Ressortangaben besteht diese Möglichkeit für das Personal von Schlachthöfen und fleischverarbeitenden Betrieben sowie für die Kassierer, Selbstbedienungsangestellten und Lebensmittelverkäufer einschließlich Metzger, Fleischhauer, Caterer, Bäcker und Konditoren sowie Betriebsleiter aus Lebensmittelgeschäften. Diese Berufe seien Teil einer „ergänzenden Liste“ von 20 Berufen, die als besonders gefährdet für das Coronavirus gälten, da sie in Kontakt mit der Öffentlichkeit stünden, in einer geschlossenen Umgebung oder unter Bedingungen arbeiteten, die die Einhaltung der Abstandsregeln erschwerten.

Insgesamt seien potentiell 400.000 Arbeitnehmer im Alter von 55 Jahren und älter betroffen, so das Arbeitsministerium. Um in den Genuss der für sie reservierten Zeitfenster zu kommen, müssen die Betroffenen dem Ressort zufolge eine Ehrenerklärung oder eine Lohnabrechnung vorlegen. Außerhalb der Impfzentren könnten sich diese Personen wie alle Arbeitnehmer über 55 Jahre, die dies wünschten, weiterhin durch arbeitsmedizinische Dienste oder in der Stadt durch Ärzte oder Apotheker impfen lassen.

In Frankreich hat die oberste Gesundheitsbehörde die Vergabe des AstraZeneca-Vaccins für Menschen im Alter über 55 Jahren empfohlen; hierzulande rät die Ständige Impfkommission zu diesem Impfstoff erst für über 60-Jährige.
Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE
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