Ostern: Ruhetage wieder Schnee von gestern
Ostern

Ruhetage wieder Schnee von gestern

IMAGO / Lichtgut
Die Bundesregierung nimmt das Vorhaben zurück, Deutschland über Ostern durch Ruhetage an Gründonnerstag und am Samstag in einen Lockdown zu schicken.
Die Bundesregierung nimmt das Vorhaben zurück, Deutschland über Ostern durch Ruhetage an Gründonnerstag und am Samstag in einen Lockdown zu schicken.

BERLIN Bundeskanzlerin Angela Merkel rudert zurück und stoppt die entsprechenden Verordnungen zu den Corona-Beschlüssen der Bund-Länder-Beratungen.

Die Bundesregierung spendiert den Bürgern nun doch keine zusätzlichen Ruhetage an Ostern. Nach heftiger Kritik von Unternehmen und Verbänden werden der 1. April und der 3. April 2021 nun nicht einmalig als Ruhetage definiert. Der vorgesehenen Streichung des Gründonnerstag als Einkaufstag sah nicht nur der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) mit Sorge entgegen. Auch der Handelsverband Deutschland (HDE) befürchtete einen erhöhten Kundenandrang am vorhergehenden Mittwoch und dem folgenden Karsamstag.
Wie tagesschau.de berichtet, soll die Bundeskanzlerin für den Schlingerkurs die Verantwortung übernommen haben. "Der Fehler ist mein Fehler", sagte Merkel in einer kurzfristig einberufenen Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen der Bundesländer. Der Aufwand und Nutzen einer Regelung für die ursprünglich geplante Osterruhe hätten in keinem vernünftigen Verhältnis gestanden, habe Merkel erklärt. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Regierungskreise.

Zu viele Fragen blieben nach den Bund-Länder-Beratungen offen. Beispielsweise, ob die Arbeitgeber ihren Beschäftigten zusätzliche freie Tage gewähren müssen. Für die Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie für den Lebensmitteleinzelhandel und das Fleischerhandwerk stand die Versorgung mit frischer Ware im Fokus. Die großen Schlachtunternehmen setzten auf Ausnahmegenehmigungen für ihre Betriebe, um einem möglichen Schlachtstau zu begegnen.

Quelle: fleischwirtschaft.de; Reuters
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