Zukunftskommission Landwirtschaft: DFV begrüß...
imago / Lichtgut
Das Fleischerhandwerk befürwortet die Forderung der Zukunftskommission Landwirtschaft nach mehr Wertschätzung für Lebensmittel.
Das Fleischerhandwerk befürwortet die Forderung der Zukunftskommission Landwirtschaft nach mehr Wertschätzung für Lebensmittel.

FRANKFURT Das Fleischerhandwerk pflichtet den Vorschlägen für mehr Nachhaltigkeit und erhöhte Wertschätzung bei. Fokus auf Qualität statt Kostendruck.

Der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) begrüßt die Vorschläge der Zukunftskommission Landwirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit bei der Lebensmittelproduktion. Die Einordnung der Umgestaltung landwirtschaftlicher Prozesse als gesamtgesellschaftliche Aufgabe werde der großen Herausforderung der nächsten Jahre gerecht, erläutert der Verband in einer Mitteilung an die Medien. 

„Das Fleischerhandwerk befürwortet insbesondere die Forderung der Kommission nach mehr Wertschätzung für Lebensmittel“, heißt es in dem Papier. Die fortlaufende Erhöhung der Produktionsmengen unter größtem Kostendruck werde der Verantwortung gegenüber Mensch und Tier nicht gerecht. Zu unterstreichen seien auch die klaren Aussagen der Kommission zur Bedeutung regionaler Wirtschaftskreisläufe und zum Ziel einer dezentralen Tierhaltung. Erzeugung und Vermarktung in unmittelbaren Beziehungen, die Erzeugung, Verarbeitung, Verkauf und Konsum einbeziehen, müssten wesentlicher Grundpfeiler einer nachhaltigen Lebensmittelversorgung sein.

Deshalb ist es nach Meinung des DFV wichtig, dass alle nun abzuleitenden Maßnahmen dieses Erfordernis berücksichtigen. Anforderungen, die allein von großen Unternehmen umgesetzt werden können, leisteten der Zentralisierung Vorschub und zerstörten die noch bestehenden regionalen Strukturen. Auch die erforderliche Lenkung zur Finanzierung der Umgestaltung dürfe nicht dazu führen, dass Gutes noch teurer wird. „Das Belohnungssystem für industrielle Erzeugung durch niedrigere Gebühren und weniger Steuerbelastung muss umgekehrt werden“, mahnt der Verband an. Zudem müsse das Primat der Kostenführerschaft durch ein System der Qualitätsorientierung abgelöst werden.

Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 28/2021
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