Trends: Bares wird Rares
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Bares wird Rares

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Die im jetzt neu vorgestellten Paket des DFV angebotenen Geräte sind für alle gängigen bargeldlosen Zahlungsarten einsetzbar, also PIN-basiertes EC-Cash, Kreditkarten oder Lastschriftverfahren und das auch kontaktlos.
Die im jetzt neu vorgestellten Paket des DFV angebotenen Geräte sind für alle gängigen bargeldlosen Zahlungsarten einsetzbar, also PIN-basiertes EC-Cash, Kreditkarten oder Lastschriftverfahren und das auch kontaktlos.

FRANKFURT An der Wursttheke und im virtuellen Shop: Sichere Lösungen fürs schnelle und komfortable Bezahlen verdrängen Rechnung und Lastschriftverfahren, Münzen und Geldscheine. Sogar die Kryptowährung Bitcoin kommt jetzt ins Spiel.

Die Mehrzahl der Deutschen zieht beim Einkauf am liebsten Euromünzen und -scheine aus der Geldbörse. Dabei stehen an den Kassen des Handels auch alternative Systeme bereit, die den Bezahlvorgang erleichtern und beschleunigen und sogar noch weitere Vorzüge versprechen.

Bezahlautomaten etwa haben sich in den vergangenen Jahren in vielen Fleischer-Fachgeschäften etabliert. Sie weisen Falschgeld ab, vermeiden Bargelddifferenzen und beugen Wechselgeldfehlern vor. Ihr großes Plus für Anbieter von sensiblen Frischeprodukten wie Fleisch und Wurst sind aber ihre hygienischen Vorteile: Das Geld gelangt nicht in die Hand der Verkaufskraft. Stattdessen reicht sie dem Kunden einen Bon mit Strichcode, der am Automat ausgelesen wird. Dort wird der Betrag entweder in bar oder per Karte beglichen. Auf der Süffa in Stuttgart zeigte das Unternehmen „Perfect Money“ jetzt seinen mit einer ganz neuen Funktion aufgerüsteten Bezahlautomat. Per Touchscreen lässt sich entweder die Bezahloption „EC-Karte“ oder „Bitcoin“ anwählen.

Kryptowährungen wie Bitcoin sind zwar in Deutschland kein gesetzliches Zahlungsmittel, aber hierzulande tauschen einige Onlinehändler Bitcoin gegen Waren ein, darunter auch Edeka. Das Angebot wird bisher zwar nur vereinzelt wahrgenommen. Trotzdem bleibt Perfect Money am Ball und startet in Kürze eine Testphase mit der Bitcoin-Option in der Filiale der Metzgerei Häfele im Ludwigsburger Breuningerland. Das unhygienische Hantieren mit Scheinen und Münzen entfällt auch, wenn Terminals für Girocard (Debitkarte) oder Kreditkarten aufgestellt werden. Damit läuft der Bezahlvorgang zwar sauberer ab, aber nicht unbedingt fixer.

Wer das Kassieren beschleunigen will, nutzt eine Kontaktlos-Funktion, für die die sogenannte NFC-Technologie (NFC = Near Field Communication) eingesetzt wird. Sie ist am Wellensymbol erkennbar. Der Kunde hält einfach seine Giro- oder Kreditkarte ans Terminal. Über den eingearbeiteten Chip werden per Funk Daten an das Terminal geschickt. Nach wenigen Sekunden sind Beträge bis zu 25 Euro beglichen. Die PIN des Kunden wird dabei nur stichprobenhaft abgefragt. Ebenfalls schon praxisreif: Das Zahlen mit dem Smartphone. Beim sogenannten Mobile Payment, das derzeit nur auf Android-Geräten funktioniert, werden Barcodes eingescannt. Seine Kontodaten hinterlegt der Nutzer zuvor in einer App.

Aufgerüstet: „Perfect Money“ stattet seinen Bezahlautomat jetzt mit einer neuen Funktion aus. Per Touchscreen lässt sich entweder die Bezahloption „EC-Karte“ oder „Bitcoin“ anwählen.
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Aufgerüstet: „Perfect Money“ stattet seinen Bezahlautomat jetzt mit einer neuen Funktion aus. Per Touchscreen lässt sich entweder die Bezahloption „EC-Karte“ oder „Bitcoin“ anwählen.
Fast alle Deutschen kaufen inzwischen in Webshops ein. Eine kürzlich erschienene Studie des Marktforschungsunternehmens Mintel zeigt, dass neun von zehn (92 Prozent) der deutschen Internetnutzer in den letzten zwölf Monaten einen Online-Kauf getätigt haben. Am häufigsten werden Mode und Accessoires übers Netz geordert. Bei Lebensmittel und Getränken sind die Deutschen zurückhaltend. Trotz des weiter geringen Anteils von 1,9 Prozent am Gesamtabsatz stieg der Umsatz der online gehandelten Lebensmittel von 0,9 Mrd. Euro im Jahr 2016 um 21,2 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro im Jahr 2017. Eine zur IFFA 2016 von der afz durchgeführte Investitions- und Strukturbefragung ergab, dass knapp zwölf Prozent der interviewten Fachgeschäfte einen Online-Shop besitzen. 37,5 Prozent räumten diesem Absatzweg eine zunehmende Umsatzbedeutung ein.

Im Gegensatz zum Ladengeschäft steht bei Online-Käufen keine Barzahlungsmöglichkeit zur Verfügung. Stattdessen installiert der Shopbetreiber ein Bezahlsystem. Am liebsten nutzen Kunden dabei die Kreditkarte. Die prozentualen Gebühren liegen zwischen zwei und vier Prozent, könnten aufgrund neuer EU-Richtlinien aber noch weiter sinken. Der Vorteil für den Händler: Ungerechtfertigte Rückbuchungen durch den Kunden sind nicht ohne Weiteres möglich. Allerdings kommt es häufig zu Betrügereien mit Kreditkarten, für deren Verluste der Shopbetreiber in die Pflicht genommen wird.
DFV-Angebot für Innungsbetriebe
In Zusammenarbeit mit dem Strategiekreis Digitaler Wandel beim DFV hat die REA Systeme GmbH aus Mühltal ein Angebot zum bargeld- und kontaktlosen Bezahlen entwickelt, das Innungsbetrieben exklusiv zur Verfügung steht. Es umfasst unter anderem kostenlose Leistungen wie eine Beratung sowie – sofern der Mitgliedsbetrieb bereits bargeldloses Bezahlen anbietet – eine Prüfung der bisherigen Konditionen. Gero Jentzsch, Leiter Kommunikation beim DFV, sagt dazu: „Vor dem Hintergrund des digitalen Wandels ist kontaktloses oder Bezahlen per Smartphone ein wichtiges Plus für die Betriebe des Fleischerhandwerks, mit dem sie vor allem die junge Kundschaft ansprechen und sich von ihren Mitbewerbern abheben können.“
Für das zu Ebay gehörende PayPal-System eröffnen die Kunden zunächst ein eigenes Konto, in dem sie Bankverbindung oder Kreditkarte hinterlegen. Ist der Kauf abgewickelt, überweist der Bezahlanbieter den Betrag sofort auf das PayPal- oder das Bankkonto des Shopinhabers. Aufgrund seiner starken Verbreitung sollten Online-Händler PayPal als Zahlsystem anbieten. Die Gebühren bewegen sich auf recht niedrigem Niveau und eine Stornierung der Zahlung ist kundenseitig nicht ohne Weiteres möglich. Erfolgt die Zahlung mit PayPal, erhält der Händler sofort eine Zahlungsbestätigung und kann die georderte Ware verschicken
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