IFFA 2022: Effizient und nachhaltig
Messe Frankfurt / Mathias Kutt
Digitale Lösungen spielen für das Qualitätsmanagement und die Rückverfolgbarkeit von Nahrungsmitteln heute eine zentrale Rolle.
Digitale Lösungen spielen für das Qualitätsmanagement und die Rückverfolgbarkeit von Nahrungsmitteln heute eine zentrale Rolle.

FRANKFURT Die Branche blickt mit großer Vorfreude auf ihren wichtigsten Treffpunkt, um sich über Innovationen zu den Top-Themen Automatisierung, Digitalisierung, Food Safety, Nachhaltigkeit, Food Trends und Individualisierung auszutauschen.

Die Anforderungen an die Produktion von Fleisch und Fleischalternativen sind hoch: Lebensmittelsicherheit, Fachkräftemangel, Kosteneffizienz, Transparenz in der Lieferkette, Klimaschutz und eine riesige Produktvielfalt gekoppelt mit neuen Kundenbedürfnissen sind einige der großen Herausforderungen der nächsten Jahre. Welche Lösungen es dafür gibt, zeigt die Industrie vom 14. bis 19. Mai 2022 zur IFFA – Technology for Meat and Alternative Proteins – in Frankfurt am Main.

Automatisierung und Digitalisierung allerorten

Nach wie vor gehört die Automatisierung zu den Top-Themen in der Fleisch- und Proteinwirtschaft: Moderne Roboterlösungen gekoppelt mit künstlicher Intelligenz spielen eine wichtige Rolle, um die Prozesse zu optimieren und gleichzeitig Ausbeute, Flexibilität und Food Safety zu erhöhen. Lebensmittelsicherheit ist dabei oberstes Gebot und innovative Ausführungen im Hygienic Design stehen daher im Fokus der IFFA.

Durch die Erfassung und die intelligente Verknüpfung aller Daten kann die Produktion in Echtzeit überwacht und mögliche Störungen im Betrieb sofort erkannt werden. Die Digitalisierung, ein weiteres Top-Thema der IFFA 2022, bietet neue Möglichkeiten der Transparenz und Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette sowie des Qualitätsmanagements. Den nächsten Schritt in die Zukunft geht dabei die Data-Driven Factory: Der Datenfluss in beiden Richtungen zwischen der Produktion und dem Verkaufspunkt ermöglicht ganz neue Produkt- und Vermarktungsideen.

Sicherheit hat bei Lebensmitteln oberste Priorität. Die Corona-Pandemie hat das Thema noch mehr ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Die Maschinen- und Anlagenbauer arbeiten kontinuierlich an neuen Lösungen, um das Hygienic Design ihrer Anlagen zu verbessern. Im Bereich der Verpackungen lautet die Herausforderung, auch bei geringerem Materialeinsatz und erhöhter Recyclingfähigkeit kompromisslose Hygiene zu garantieren.

Weit oben auf der Agenda der IFFA steht auch die klimaneutrale Produktion – ein Ziel, das die EU im Green Deal bis 2050 vorgibt. Welche Entwicklungen gibt es, um die Energie- und Ressourceneffizienz zu erhöhen? Mit welchen Konzepten kann der Lebensmittelverschwendung begegnet werden? Wie lässt sich die Verpackung ohne Einbuße der Qualität verringern? Antworten zu allen Aspekten der Nachhaltigkeit liefern die Aussteller und die Angebote der IFFA 2022.

Das Konsumentenverhalten hat sich geändert – die Produktvielfalt steigt kontinuierlich. Flexitarier greifen neben Fleisch auf Produkte aus alternativen Proteinen zurück und wollen dort nicht auf gewohnte Ernährungsmuster verzichten. Industrie und Handwerk reagieren mit einer Vielzahl an Fleischalternativen auf diesen Food Trend. Die IFFA 2022 bildet daher sowohl die Prozesstechnik von Fleisch als auch von alternativen eiweißhaltigen Produkten auf pflanzlicher Basis oder aus Cultured Meat ab.

Individuelle Produkte treffen den Zeitgeist

Einfluss auf das Verbraucherverhalten hat auch die Corona-Pandemie. Hier kann das Handwerk mit seinen hochwertigen Lebensmitteln punkten. Innovative Fleischer setzen sich mit einem individuellen und regionalen Produktspektrum von der Massenware ab. Mit der Individualisierung ihres Angebots, ebenfalls Top-Thema der IFFA, greifen sie das Bedürfnis der Kunden nach unverwechselbarem Geschmack und höchster Qualität auf.
Die IFFA in Zahlen
  • Wann? 14. bis 19. Mai 2022 plus IFFA Digital Extension 14. bis 31.Mai 2022, je 9:00 bis 18:00 Uhr, am 19. Mai von 9:00 bis 17:00 Uhr
  • Wo? Messe Frankfurt, Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt
  • Was? Prozesstechnik für Fleisch und alternative Proteine, Schlachten, Zerlegen, Wiegen, Schneiden, Zutaten für Fleischwaren und Fleischalternativen, Verpacken, Verkaufen
  • Wie groß? 116.600 qm brutto Ausstellungsfläche mit rund 900 Ausstellern aus über 40 Ländern
  • Welche Kosten? Tageskarte: Vorverkauf/Online-Ticket: 25 Euro; Dauerkarte: Vorverkauf/Online: 50 Euro; Tageskarte ermäßigt (Studenten), nur Kasse 12 Euro. Im regulären IFFA-Ticket ist die Nutzung der Digital Extension-Plattform inkludiert. Vorteile einer Online-Registrierung vorab: kostenlose Nutzung des regionalen Verkehrsverbunds RMV, eine coronakonforme Registrierung. tickets.messefrankfurt.com

Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 18/2022

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