Karriere im Fleischerhandwerk: „Ich will mich...
Karriere im Fleischerhandwerk

„Ich will mich erst mal weiter qualifizieren“

Ernst
Torben Ernst
Torben Ernst

BAD LIPPSPRINGE Durchmarsch für Torben Ernst. Der Fleischergeselle Torben Ernst ist in der Fleischerei von Hans-Hermann Rummeny in Bad Lippspringe tätig und hat beim Berufswettkampf Siege auf Innungs-, Kammer- und Landesebene eingefahren.

Wie haben Sie sich auf die Prüfung vorbereitet?

Torben Ernst: Aufgrund meiner Allgemeinen Hochschulreife fiel mir das Lernen leicht. Ich konnte mich somit mehr auf das Fachwissen konzentrieren. Die Praxis wurde mir in meinem Ausbildungsbetrieb und auf der überbetrieblichen Fortbildung beigebracht.

Wie war die Unterstützung durch Berufsschule und Betrieb?

Ernst: Neben der Fachtheorie übten wir im Fachraum der Berufsschule die Wurstherstellung. Das Helene-Weber-Berufskolleg in Paderborn hat damit an den DLG-Wettbewerben teilgenommen. Auch die Firma Avo hat praxisnahe Seminare angeboten. Weil ich meine Ausbildung in einer kleinen Fleischerei gemacht habe, konnte ich stets alle relevanten Tätigkeiten üben und mich verbessern.

Welche praktischen Arbeiten im Ausbildungsbetrieb haben Sie mit besonders großer Begeisterung erledigt?

Ernst: Ich liebe die Abwechslung in meinem Beruf. Das Zerlegen und Sortieren von Schweine- und Rindfleisch hat mir am meisten Spaß gemacht. Aber auch die verschiedenen Wurstsorten stelle ich sehr gern her.

Wie sieht Ihre weitere Zukunftsplanung aus?

Ernst: In diesem Jahr werde ich einen Fleischermeisterlehrgang in Augsburg absolvieren. Anschließend reizt mich der Betriebswirt des Handwerks. Interessant finde ich auch den Lehrgang zum Fleischsommelier.

Haben Sie vor, sich später selbstständig zu machen?

Ernst: Eigentlich wollte ich direkt nach der Ausbildung Lebensmitteltechnologie studieren. Da mir der Beruf jedoch so viel Spaß macht, werde ich mich erst mal weiter qualifizieren.

Was sagen Freunde zu Ihrem Job?

Ernst: Da ich der fünfte Fleischer in der dritten Familiengeneration bin, war es für viele nicht verwunderlich, dass ich in diese Branche einsteige.

Was würden Sie Gleichaltrigen mit auf den Weg geben, die eine Ausbildung zum Fleischer beginnen möchten?

Ernst: Habt keine Vorurteile und informiert Euch in der Berufsschule. Auch in einem Praktikum kann man sich von der Vielseitigkeit des Berufs überzeugen.

Wie kann das Handwerk sein Image verbessern? 

Ernst: Für mich steht eine gute Qualität stets an erster Stelle. Dabei ist das Tierwohl sehr wichtig. Außerdem sollte die Regionalität mehr an Bedeutung gewinnen.

Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 20/2022

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