EU-Schlachtrindermärkte: Angebot wird knapper
EU-Schlachtrindermärkte

Angebot wird knapper

Jörg Schiffeler, jus
Jungbullen in Weidehaltung in La Loge-aux-Chèvres.
Jungbullen in Weidehaltung in La Loge-aux-Chèvres.

BRÜSSEL Ein weniger umfangreiches Angebot an Schlachtrindern hat Mitte Februar die Erzeugerpreise für Jungbullen und Kühe in der Europäischen Union weiter steigen lassen; lediglich bei Schlachtfärsen kürzten die Schlachtbetriebe ihre Auszahlungsleistung.

Nach Kommissionsangaben wurden in der Woche zum 14. Februar für Jungbullen der Handelsklasse R3 im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten 372,61 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht (SG) gezahlt; das waren 1,37 Euro oder 0,4 Prozent mehr als eine Woche zuvor. Das vergleichbare Vorjahresniveau wurde damit um 3,1 Prozent übertroffen. In der Berichtswoche konnten sich die Mäster in Rumänien über einen recht deutlichen Zuschlag von 6,1 Prozent freuen, in Portugal waren es drei Prozent. In Finnland und Schweden legten die Preise um jeweils rund zwei Prozent zu. Verhaltener fielen die Zuwächse mit 0,3 Prozent bis 0,8 Prozent in Österreich, Frankreich, Deutschland und Dänemark aus. Weitgehend unverändert bezahlt wurden die Jungbullen in Spanien, Belgien und den Niederlanden. Dagegen mussten die Erzeuger in Irland ein Preisminus von 1,5 Prozent hinnehmen, welches in Italien mit 3,9 Prozent noch deutlich höher ausfiel.

Der Schlachtkuhmarkt in der Gemeinschaft tendierte zuletzt im EU-Mittel ebenfalls fester: Laut Kommission wurden Tiere der Handelsklasse O3 in den Schlachtbetrieben durchschnittlich mit 278,24 Euro pro 100 Kilo SG abgerechnet; das waren 3,16 Euro oder 1,1 Prozent mehr als in der Vorwoche. Dazu trug der Preisanstieg von jeweils 3,1 Prozent in Polen und Rumänien ebenso bei, wie die gezahlten Zuschläge zwischen 2,3 Prozent und 2,8 Prozent in den Niederlanden, Portugal und Spanien. In Deutschland konnten sich die Viehvermarkter immerhin noch über ein Aufgeld von 1,5 Prozent freuen, während die Kurse für Schlachtkühe in Frankreich und auch in Dänemark und Belgien weitgehend stabil blieben. Unter Druck stand dagegen der Markt in Irland, wo Altkühe 2,3 Prozent weniger erlösten.

Nach unten ging es im EU-Mittel mit den Preisen für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3, die binnen Wochenfrist um 3,81 Euro oder ein Prozent auf 373,91 Euro je 100 Kilo SG nachgaben. Mitverantwortlich dafür waren die Abschläge von 5,1 Prozent in Spanien und vier Prozent in Italien. Während sich die Preise in Frankreich mit einem Minus von 0,2 Prozent nur knapp behaupten konnten, legten sie in Deutschland moderat, nämlich um 0,4 Prozent, zu. Deutlich größer fielen die Zuschläge in Schweden mit 1,9 Prozent und in Rumänien mit 2,7 Prozent aus.
Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE
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