EU-Schlachtrindermärkte: Erneut Aufschläge fü...
EU-Schlachtrindermärkte

Erneut Aufschläge für Kühe und Färsen

Jörg Schiffeler, jus
Rinder der Rasse Charolais in einem Offenstall.
Rinder der Rasse Charolais in einem Offenstall.

BRÜSSEL In der Europäischen Union sind die Schlachtrinderpreise zuletzt überwiegend weiter gestiegen. Die Erlöse für Bullen blieben stabil, während die Notierungen für Kühe und Färsen zulegten.

Nach Angaben der Europäischen Kommission wurden Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche zum 10. Januar im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten für 365,83 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht (SG) gehandelt; das waren nur sieben Cent mehr als in der Vorwoche. In Italien entwickelte sich die Notierung sehr fest und legte um 14,8 Prozent zu. In den Niederlanden stiegen die Preise um 2,5 Prozent, in Polen immerhin noch um 1,8 Prozent. In Irland und Spanien fiel das Plus mit 0,5 Prozent beziehungsweise 0,2 Prozent spürbar schwächer aus. In Belgien und Dänemark bewegte sich die Notierung seitwärts. In Frankreich wurden R3-Bullen 0,3 Prozent preiswerter gehandelt, und in Deutschland belief sich das Minus auf 0,4 Prozent. In Österreich gaben die Preise um 0,9 Prozent nach.

Kühe der Handelsklasse O3 wurden den Kommissionsangaben zufolge im EU-Schnitt für 272,67 Euro je 100 Kilo SG gehandelt; gegenüber der Vorwoche entsprach das einem Plus von 1,2 Prozent. In Spanien, Polen, den Niederlanden und Deutschland legte die Notierung zwischen 5,4 Prozent und 1,9 Prozent zu. In Belgien wurden Altkühe 0,8 Prozent teurer gehandelt, in Österreich belief sich das Plus auf lediglich 0,1 Prozent. Seitwärts bewegte sich die Notierung in Frankreich, während es in Italien, Irland und Dänemark zu Abschlägen zwischen 0,3 Prozent und 0,7 Prozent kam.

Wie die Altkühe wurden auch Färsen in der Gemeinschaft teurer gehandelt. Laut Kommission erzielten Tiere der Handelsklasse R3 im Mittel 377,82 Euro je 100 Kilo SG und damit 1,5 Prozent mehr als in der Woche davor. In den Mitgliedstaaten haben die Notierungen verbreitet angezogen; in Italien konnten die Mäster sogar ein Plus von 14,4 Prozent realisieren. In Deutschland belief sich der Aufschlag auf 4,0 Prozent; in Dänemark, Spanien und Polen erhöhten sich die Notierungen zwischen 2,7 Prozent und 2,1 Prozent. In Frankreich fiel die Steigerung mit 0,2 Prozent vergleichsweise mager aus, während es in Belgien, Irland und den Niederlanden zu Abschlägen von 0,3 Prozent bis 0,6 Prozent kam. Nochmals stärker gab die Notierung mit einem Minus von zwei Prozent in Österreich nach.
Quelle: fleischwirtschaft.de; AgE
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