Ladenbau: Beschwingter arbeiten bei Pum
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Beschwingter arbeiten bei Pum

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Platz für den Meister: Jürgen Pum schneidet die Schätzchen aus dem in Reichweite platzierten Reifeschrank nach Kundenwunsch zu.
Platz für den Meister: Jürgen Pum schneidet die Schätzchen aus dem in Reichweite platzierten Reifeschrank nach Kundenwunsch zu.

FREIBURG „Ich genieße es jeden Tag, hier zu arbeiten“, gesteht Angela Vogel-Pum. Der großzügige Umbau ihres Fachgeschäfts in der Lehener Straße in Freiburg ermöglicht der Meisterfrau und ihrem Mann Jürgen Pum ein fast schon beschwingtes Werkeln hinter der Theke.

Stress gibt es für die Pums zwar nach wie vor, denn das Paar registriert nach der Ende vergangenen Jahres abgeschlossenen Modernisierung eine deutlich gestiegene Kundenfrequenz. Die Arbeit geht aber dank der drei mal so großen Ladenfläche von nunmehr 90 m2 deutlich entspannter von der Hand.

Reichlich Platz: Die verdreifachte Ladenfläche erlaubt eine großzügigere Sortimentspräsentation und verhindert lästiges Gedrängel vor und hinter der Theke.
Hinter dem Kundenbereich profitieren Inhaber und Mitarbeiter vom komfortableren Platzangebot, das auch der Warenpräsentation zugute kommt. „Wir haben unser Sortiment im Großen und Ganzen beibehalten, erzielen aber optisch auf jetzt neun Metern Thekenlänge viel mehr Produktfülle“, erklärt die Chefin.

Kompakt: Hinter den Laden-Kulissen und in Hörweite zu Kunden und Mitarbeitern erledigt Angela Vogel-Pum in ihrem praktischen Mini-Büro den anfallenden Schriftwechsel.
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Kompakt: Hinter den Laden-Kulissen und in Hörweite zu Kunden und Mitarbeitern erledigt Angela Vogel-Pum in ihrem praktischen Mini-Büro den anfallenden Schriftwechsel.

Höhere Umsätze

Die verlockenden Offerten an Fleisch, Wurst, Feinkostsalaten und Käse wirkten sich zudem positiv auf das Einkaufsverhalten der Kunden aus. Die Umsätze sind merklich gestiegen, was die Ladeninhaber auch auf ihr deutlich ausgebautes Imbisssegment zurückführen. „Die Leute kochen immer seltener selbst. Sie nehmen stattdessen ihre Menüs wie Pute in Kokossauce mit Kräuterreis und Salat oder Zwiebelrostbraten mit Knödeln und Rotkohl für zu Hause bei uns mit“, beobachtet Angela Vogel-Pum und portioniert die Gerichte bei Bedarf in mikrowellen- und backofengeeigneten Serviceverpackungen. Eine neu angestellte Vollzeitköchin hilft ebenso bei der Bewältigung der Arbeitsspitzen wie ein Azubi und eine zusätzliche Aushilfskraft.

Wer im näheren Umfeld der Fleischerei arbeitet oder sofort Hunger hat, kann jetzt die gemütlichen Bänke für seine Mittagspause nutzen. Zusätzlich stehen Barhocker mit leuchtend orangefarbenem Polster zur Verfügung. Die freundliche Farbe kontrastiert mit den weißen und schwarzen Metrofliesen im rückwärtigen Thekenbereich. Ihre dreidimensionale Oberflächenstruktur erzeugt wirkungsvolle Spiegeleffekte.

Tierischer Auftrieb: Entlang der Taschenablage zieht sich ein Fries mit Rindern, Schweinen und Hühnern.
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Tierischer Auftrieb: Entlang der Taschenablage zieht sich ein Fries mit Rindern, Schweinen und Hühnern.
Die Wandgestaltung war die Idee des ausführenden Ladenbauunternehmens Schrutka-Peukert. Die Kulmbacher hätten sie aufgrund von Produkt und Preis überzeugt: „Der Style, die Qualität des Mobiliars und die architektonische Ausführung und Planung waren ausschlaggebend für unsere Wahl“, erklären die Bauherren. Die Lochdecke wurde teilweise abgehängt und ist durch eingelassene Spots unterbrochen. Zusätzliche Lichtquellen strahlen markante Hingucker an, darunter das als stilisiertes „P“ gearbeitete Wurstgehänge.

Ebenerdige Lagerräume

Die Ladenerweiterung verdanken die Pums dem Umstand, dass die benachbarte Schneiderei schloss und deren Räume übernommen werden konnten. Der Umbau sollte zunächst in den Sommerferien 2014 starten. In den Monaten zuvor gestaltete man die Bereiche hinter dem Laden um. Dort entstand fürs Personal ein kleiner Aufenthaltsraum mit Tisch, Stühlen und Ablagefächern. Der Chef erhielt ein größeres Büro, und die Lagerräume sind nicht mehr im Keller, sondern ebenerdig. Das erspart ein lästiges und zugleich kräftezehrendes Treppauf-Treppab.

Bei der Gestaltung des Verkaufsraums wurden statische Probleme gemeistert, außerdem mussten Bodenhöhen angeglichen werden. Einen Zeitverzug verursachte das Bauamt: Die Pums wollten den Eingang in die Ladenmitte verlegen – um eine schlauchartige Anmutung zu vermeiden und einen zentralen Blick auf die Theke zu realisieren. Die nötige Baugenehmigung lag erst drei Monate später vor. Heute lacht das Freiburger Paar darüber: „Der neue Laden ist genau so, wie wir ihn uns vorgestellt haben.“

Weblink zur Metzgerei Pum

Quelle: afz – allgemeine fleischer zeitung 19/2015
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