Ladenbau: Energiesparender Genuss-Winkel
Ladenbau

Energiesparender Genuss-Winkel

KMW / Beckstage Photography
Zentraler Blickfang sind die beiden exakt über Eck angeordneten Frische-Theken. Als verbindendes Element dient die Waagen-Kassen-Station.
Zentraler Blickfang sind die beiden exakt über Eck angeordneten Frische-Theken. Als verbindendes Element dient die Waagen-Kassen-Station.

WILNSDORF Vorher beherrschte eine Kombination aus weißen Fliesen und dunkelgrünem Holz die Ladenoptik, seit dem Umbau dominiert als dezente, aber anpassungsfähige Farbe ein Anthrazit in mehreren Schattierungen die Einrichtung.

Ausgenommen die Planungsphase, entstand das geänderte Erscheinungsbild binnen einer Woche. Zentrale Neuanschaffung waren die beiden Frischetheken. Sie stammen vom Limburger Kühlmöbelwerk KMW, auf die Thomas und Bettina Weller durch einen Kollegen-Tipp aufmerksam wurden. Denn die Betreiber legten bei der Neugestaltung nicht nur besonderen Wert auf eine kostengünstige Lösung, sondern ebenfalls auf eine energiesparende Kältetechnik. „Für uns war klar, das wir nicht nur optisch modernisieren, sondern auch bei der Energieeffizienz auf dem neuesten technischen Stand sein möchten“, erklärt der Inhaber, der im Jahr 2000 den elterlichen Betrieb übernahm. Zusätzlich zur stromsparenden Technik in den Kühltheken sorgen LEDs und EC-Ventilatoren für gute Energiewerte und letztlich deutlich geringere Betriebskosten.


Als praktisch erweist sich die isolierende Theken-Abdeckung. Durch sie kann ein Teil der Fleischerzeugnisse auch nach Ladenschluss in der Auslage bleiben, denn sie werden über Nacht optimal temperiert. Das erspart Chef und Chefin, die mit lediglich zwei Aushilfen den Verkauf bewerkstelligen, morgens einiges an Zeit beim Bestücken der Theken. Die Innenauslagen und Arbeitsflächen bestehen aus Edelstahl, was das Reinigen erleichtert und der Hygiene förderlich ist.

Ladenbau: Modernes Design trifft auf sparsame Technik

Angeordnet sind die beiden Theken über Eck – in einem Winkel von 90 Grad. Dazwischen dient der mit Waage und Kasse ausgestattete Bereich als verbindendes Element. Diese Platzierung gewährleistet, dass das Verkaufsteam aus jeder Position den Blickkontakt zu den Kunden halten kann. Das gilt auch für die sich anschließende Station mit der Heißen Theke, die aus dem alten Bestand übernommen wurde. Doch der Unterwagen bekam einen neuen Anstrich mit weißer Farbe, wobei die angewandte Wischtechnik jenen Vintage-Look vermittelt, wie er auch bei den aus Paletten gezimmerten Regalen sichtbar ist. Diesen ganz weiß gehaltenen Retro-Style vervollständigen die bequemen Sitzschalen der Stühle. Acht davon stehen an drei Tischen im neu eingerichteten Bistro. Dort stand zuvor eine Bäckertheke, die aber nach den Worten von Bettina Weller nie richtig genutzt wurde.

Mit der Ausstattung einer Sitzecke ist dieser Teil des 85 qm großen Verkaufsraums jetzt ordentlich belebt – vor allem dann, wenn der Chef seine Hauptaufgabe erledigt hat: Mittagessen kochen. Was auf den Teller kommt (oder in der Isolierverpackung mitgenommen werden kann), ist auf einer von vier großformatigen Schiefertafeln ebenso nachzulesen wie auf der Homepage oder auf Facebook. Wie bei den täglich wechselnden Menüs wissen die Kunden die ebenso frisch zubereiteten Snacks sehr zu schätzen. Deshalb trägt diese Angebotssparte wesentlich zum Umsatz des Fachgeschäfts bei, das in dem nur 2.500 Einwohner zählenden Wilnsdorfer Ortsteil Niederdilfen im südlichsten Zipfel des Siegerlands liegt.

In der nordrhein-westfälischen Gemeinde Wilnsdorf ist auch der Einrichter ansässig, der die Gestaltung im neuen Look ausgeführt hat und sich bei der Auswahl von Boden, Rückwand und dekorativen Accessoires auf das Feingespür von Chefin Bettina Weller verlassen konnte.

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