Därme & Hüllen: Individuelle Kompetenz
Därme & Hüllen

Individuelle Kompetenz

Kalle Group / Oskutex
Hingucker in der Theke: Individuelle Wursthüllen.
Hingucker in der Theke: Individuelle Wursthüllen.

GEORGSMARIENHÜTTE Textildärme für passgenaue Motive auch in kleinen Stückzahlen.

Klassisch, traditionell oder kreativ: Wurst muss nicht langweilig daherkommen. Vielmehr können Metzger ihre Spezialitäten mit variablen Textilhüllen und kreativen Aufdrucken originell in Szene setzen. Denn ein Textildarm hat den Vorteil, dass sich Fleischwaren darin formen lassen. „Textildärme aus Baumwolle oder Viskosegewebe werden nicht extrudiert, sondern aus flachem Textilgewebe zugeschnitten und genäht. Somit eignet sich das Material, um individuelle Forme zu entwerfen“, berichtet Thomas Heinrich, Fachberater bei dem Wursthüllen-Hersteller Kalle und deren Textil-Tochter Oskutex.


„So kann man beispielsweise für die verschiedenen Festtage bei uns Osterhasen, Kürbisse und Weihnachtsmänner stanzen und nähen lassen, aber auch Tiere, Obst und Gemüse. In unserer Siebdruckerei drucken wir zudem passgenaue Motive auf jedes einzelne Stück, auch in kleinen Stückzahlen.“ Um die Produktivität in den Betrieben zu steigern, bietet der Hersteller auch gerade oder wellenförmig genähte Textildärme in geraffter Form an. Durch besondere Nähte können diese als Öffnungshilfe benutzt werden. „Die Naht lässt sich dadurch besonders leicht öffnen, fast wie bei einem Reißverschluss“, wirbt der Fachberater.

Es muss aber nicht immer Rohwurst sein, die in die Textilhülle kommt: „Eine neuartige Barrierebeschichtung sorgt dafür, dass Textilhüllen heute auch für Koch- und Brühwürste geeignet sind“, berichtet Heinrich. Das Besondere der Beschichtung sei, dass sie das Frischearoma der Wurst schützt und zugleich sehr gut räucherfähig ist. „Gerade im Bereich von Kochwürsten ist es sehr wichtig, dass das Endprodukt natürlich aussieht.“ Hier könne der Metzger aus einer großen Angebotspalette von Fettenden, Mägen und Butten auswählen.
„Dank neuartiger Barrierebeschichtung Textilhüllen auch für Koch- und Brühwürste geeignet.“
Thomas Heinrich
Die besondere Optik kann ein Fleischer gut als Markenzeichen nutzen. „In der Bedientheke wirken Würste im Textildarm appetitanregend“, ist Heinrich überzeugt. „Der Metzger kann damit seine Handwerkskunst und Regionalität besonders gut ausdrücken und den Kunden zu so manchem Spontankauf anregen. Und auch als Geschenkartikel funktionieren die handwerklichen Spezialitäten, denn es gibt doch nichts Schöneres, als eine gute Wurst aus der Region.“ Die Textilhüllen bringen außerdem Abwechslung in jede Wursttheke und sind bei Aktionsgeschäften oder Präsentkörben ein attraktiver Hingucker: „Rohwurstdärme gibt es als Abschnitte oder Raupenware, mit Schimmeloptik, in ausgewählten Sonderformen und spezieller Schnüroptik.“ Neben der Vielfalt bei Form und Optik haben die Wursthüllen noch weitere Vorteile, etwa die leichte Verfügbarkeit, die einfache Konfektionierung und gute Reifeeigenschaften.

Ein sehr beliebtes Wurst-Motiv sind seiner Erfahrung nach übrigens Bierflaschen. „Wie die Wurst ist Bier ein Kulturgut, das quer durch Deutschland beliebt ist. Wenn sich eine Brauerei mit einem Metzger zusammentut, bringen die beiden den guten Geschmack der jeweiligen Handwerkskunst werbewirksam zusammen.“ In bergigen Urlaubsregionen sind beispielsweise Wurstspezialitäten in Form von Rucksäcken und Spazierstöcken beliebt, an der Küste „wurstige“ Meeresbewohner und zu Events Ritterwurst. „Im Lutherjahr gab es auch Wurst in Gebetsbuch-Hüllen“, erinnert sich Heinrich.

Doch der überwiegende Teil der Hüllen bleibt in einer klassischen Wurstform und bekommt einen individuellen Druck, der eine Spezialität wie etwa Wildsalami oder aber den Metzger selbst in den Mittelpunkt stellt. „Das zeigt die hohe Vertrauenswürdigkeit, wenn der Handwerker seinen Namen auf eine Wurst schreibt und somit für deren Qualität bürgt“, ist Heinrich überzeugt. „Ein Handwerksbetrieb kann mit solchen Aktionen und Leuchtturmprojekten ohne größeren Aufwand seine Einzigartigkeit unter Beweis stellen und den Wiedererkennungswert erhöhen.“ Von den früher beliebten Ehrenkränzen wie „60 Jahre“ zu Firmenjubiläen rät er unterdessen ab. „Der Zeitraum, in dem man die Würste verkaufen kann, ist meist zu knapp. Es ist daher besser, zum Jubiläum eine Metzger-Spezialwurst aufzulegen und mit einer entsprechenden Hülle zu vermarkten“, lautet der Tipp des Experten.

Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 19/2021
Themen
Textildarm
stats