Süffa 2021: Den Messebesuch optimal nutzen
Süffa 2021

Den Messebesuch optimal nutzen

Uli Regenscheit / Landesmesse Stuttgart
Ein gut geplanter Messetag bringt größtmöglichen Nutzen. Die Aufnahme zeigt die Messehalle in der Zeit vor Corona.
Ein gut geplanter Messetag bringt größtmöglichen Nutzen. Die Aufnahme zeigt die Messehalle in der Zeit vor Corona.

STUTTGART Die Süffa in Stuttgart ist in 2021 das wichtigste Messe-Event des Fleischerhandwerks. Dieser Beitrag gibt Empfehlungen, damit Sie den vollen Nutzen aus dem Messebesuch ziehen können.

Die wichtigste Empfehlung zur Süffa 2021 heißt: hingehen! Denn alle in der Branche haben Nachholbedarf an direkter und persönlicher Information sowie fachlichem Austausch.

Entscheidungen planen

Für jeden, der Investitionen plant, lohnt ein Fachmessebesuch. Denn hier kann live überprüft werden, ob die Produkte halten, was die Anbieter versprechen: Einschalten und ausschalten, Tür auf und zu machen, Stabilität prüfen und Funktion vorführen lassen – das geht nur vor Ort beim Hersteller oder auf einem Messestand. Daher lohnt die Vorbereitung: Was interessiert uns? Welche Aussteller bieten hierfür Lösungen an? Die Ausstellerverzeichnisse sind online verfügbar.

Leistungen und Preise vergleichen

Eine kaufmännisch gute Investitionsentscheidung trifft man in drei Schritten. Erstens: Im Vergleich mehrerer Aussteller zunächst den leistungsstärksten und besten finden. Zweitens: Den preisgünstigsten Anbieter ermitteln. Drittens: Dem besten Anbieter den günstigsten Preis zeigen und fragen: Kannst Du das auch? Ein solcher nüchternen Preis-Leistungsvergleich sollte um die Faktoren Service und (Betriebs-)Sicherheit ergänzt werden. Die Fragen dazu heißen: Wie ist der Service, wenn etwas nicht funktioniert? Zu welchen Konditionen gibt es Leihmaschinen, um im eigenen Betrieb zu testen? Wie schnell ist ein Service-Mitarbeiter bei mir vor Ort? Die dritte Ebene einer guten Entscheidung: Fragen Sie nach überprüfbaren Referenzen.

Alle Messegänge besuchen

An jedem Messestand könnte eine Problemlösung für Ihr Unternehmen warten. Deshalb: Alles zumindest anschauen und überlegen, welchen Nutzen dieser Aussteller geben kann. Was ist der Trend, der zu den ausgestellten Produkten passt?

Offene Fragen stellen

Aussteller kennen die Branche. So kann man etwa die Gewürzanbieter fragen: „Wie beurteilt Ihr die Fleischersatzprodukte?“ oder „Welche Unterstützung bietet Ihr, wenn ich bewusst keine Fleischersatzprodukte herstellen möchte?” Den Ladenbauern könnte man etwa so auf den Zahn fühlen: Wie realisiert Ihr einen Mix von Bedien- und SB-Theke? Wo würdet Ihr gekühlte Abholfächer integrieren?

Messeneuheiten erfassen

Wer zum Besuch eines Messestands keine konkrete Frage an den Aussteller hat, fragt gern: „Was gibt’s Neues?“. Und das ist eine gute Frage. Denn hinter Neuheiten steht das Streben der Aussteller nach Innovation und besten Problemlösungen.

Wettbewerbsergebnisse nutzen

Die Süffa-Wettbewerbe des baden-württembergischen Landesinnungsverbands haben ein hohes Ansehen. Die Prüfer nehmen ihren Job sehr genau. Viele Exponate werden ausgestellt, können fotografiert werden und dienen als Anregung für die eigene Produktentwicklung.

Fachliche Veranstaltungen

Die Süffa hat auch in 2021 den bewährten Dreiklang aus Ausstellung, Wettbewerben und Veranstaltungen. Das Programm der fachlichen Veranstaltungen sieht für die Süffa 2021 vor: „Vermarktung von Wild aus heimischer Jagd“. Zwei weitere Vortragsthemen heißen: „Trendführer oder Trendalternative zu Fleisch-Ersatzprodukten sein: Die Entscheidung strategisch richtig treffen!“ sowie „Wo können gute Metzger von guten Supermärkten lernen“. Prüfen Sie, welche Themen für Sie nützlich sind. Alle Referenten stehen auch für persönliche Empfehlungen zur Verfügung.

afz-Akademie vor Ort

In Kooperation mit der Messe Stuttgart startet – schon Stunden bevor am Samstag die Messetore öffnen – eine besonders nutzwertige fachliche Veranstaltung. Referenten schildern etwa, wie Schweinebauch und -backe zu hochwertigen luftgetrockneten Produkten veredelt werden. Mehr Info.

Zeitplanung

Zu den schönen Seiten eines jeden Messebesuchs gehört es, Kollegen wiederzusehen. Doch ein allzu ausgiebiger Plausch bringt den Tagesplan durcheinander. Daher gilt für Messebesuche eine Regel aus dem Zeitmanagement: 60 Prozent der Zeit für Standbesuche und Veranstaltungen verplanen, 40 Prozent flexibel frei lassen. Die freie Zeit kann für unerwartete Treffen mit Kollegen genutzt werden. Wer mit einer größeren To-do-Liste nach Stuttgart kommt, sollte zwei Tage bleiben. Dann kann etwa die Unternehmerfamilie den ersten Tag für die afz-Akademie und Gespräche nutzen und den zweiten Tag zum Teamevent mit Mitarbeitern machen.

Mit Mitarbeitern zur Süffa

Seit einigen Jahren entwickelt sich der Trend, Fachmessen zusammen mit ausgewählten Mitarbeitern zu besuchen. So werden Mitarbeiter zu Co-Managern. Und wenn Mitarbeiter bei Investitionsentscheidungen ihre Meinung mit einfließen lassen können, fördert das die Bindung an den Arbeitgeber. Also: Nur Mut zum Mitarbeiter-Event Süffa 2021.

Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 36/2021
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