To-go-Geschäft: Ein Klassiker in allen Jahres...
To-go-Geschäft

Ein Klassiker in allen Jahreszeiten

Exilbayer
Der Kalender kostet 11,99 Euro.
Der Kalender kostet 11,99 Euro.

SCHENEFELD Der Onlineshop meinherzschlag.de des Exil-Bayern Daniel Wildfeuer hat einen Leberkas-Kalender aufgelegt. Die erste Auflage war schnell ausverkauft.

Menschen, Tiere, Natur, Kunst, Bauwerke: Für alle möglichen Motive gibt es Kalender. „Als ich mich mit einem Freund darüber unterhalten habe, welche Bilder wir uns gerne an die Wand hängen würden, kamen wir auf Leberkas“, berichtet Daniel Wildfeuer. „Und was als Gag anfing, haben wir dann in Hochglanzformat umgesetzt.“

Start mit Aufklebern

„Wir“, das sind die Inhaber des Onlineshops meinherzschlag.de, Annika und Daniel Wildfeuer. „Angefangen hat Mitte 2012 alles mit einer ganz kleinen Idee“, erinnert er sich. „Für die Fans unserer Facebook-Seite ‚Mei Herz schlogt boarisch!‘ haben wir Aufkleber mit genau diesem Spruch bedrucken lassen. 250 Stück hatten wir bestellt, innerhalb von nur einer Woche konnten wir mehr als 1.000 Aufkleber verkaufen.“ Und so verbrachte Daniel Wildfeuer einen Urlaub bei den Schwiegereltern in Hamburg damit, die Aufkleber am Küchentisch einzutüten und zu falten.

Nach dem Erfolg des Aufklebers dachte der aus Schönberg im Bayerischen Wald stammende Wildfeuer über einen Onlinevertrieb mit Produkten nach, die das Herz eines Bayern höherschlagen lassen – und am 13. August 2012 ging der Shop online. „Am ersten Tag trudelten immerhin drei Bestellungen ein. Ich habe mich wie ein kleines Kind gefreut“ erinnert sich Wildfeuer.

Das Sortiment wuchs, das allabendliche Verschicken vom heimischen Büro, sobald der damals ein Jahr alte Junior schlief, gehörte zum Familienalltag. Daher pochte Annika Wildfeuer darauf, ein ordentliches Lager zu suchen. Und so wurde 2012 die „Handy-Lederhose“ als erster Weihnachts-Bestseller aus einem Bürogebäude in unmittelbarer Nachbarschaft versendet.
„Angefangen hat alles mit einer ganz kleinen Idee.“
Ende 2013 zog er seiner Frau zu Liebe in deren norddeutsche Heimat. Das Familienunternehmen Exilbayer GmbH mit Sitz in Pinneberg bei Hamburg beschäftigt inzwischen zehn Mitarbeiter und zählt rund 260.000 Kunden. Das Lager verlassen durchschnittlich 40.000 Pakete pro Jahr.

Das Sortiment umfasst neben der Kategorie „Biergarten“ auch ein Baby-Sortiment, Geschenke, Textilien sowie ungekühlte Lebensmittel. „Unser Leberkas im Glasl wird für uns in Bayern von Mehlig & Heller im fränkischen Veitshöchheim hergestellt“, erläutert Wildfeuer. „Für den Leberkäse werden nur ausgesuchte Zutaten und Naturgewürze verwendet, das Glas benötigt keine Kühlung und ist nach dem Kauf mindestens ein Jahr haltbar.“ Zwischenzeitlich hatte der Exilbayer auch mal Schinken im Angebot, dieser wurde aber aufgrund des kurzen Mindesthaltbarkeitsdatums wieder ausgelistet. 

Wie die Aufkleber in den Anfangstagen war auch die erste Auflage des „Leberkas-Kalender 2022“ mit seinen 1.000 Exemplaren schnell ausverkauft und wurde bereits nachgeordert. Der Kalender im DIN A4-Format kostet 11,99 Euro und zeigt auf 13 (!) Monatsblättern „die schönsten Seiten vom Leberkas“, wie Wildfeuer es ausdrückt. Der Oktober ist nämlich zweimal enthalten: „Einmal mit mittelscharfem und einmal mit süßem Senf. Das ist ja eine Glaubensfrage in Bayern.“

Wer vom Leberkas nicht genug bekommen kann, dem empfiehlt der Shop-Algorithmus die Socken „Leberkäs-Semmel“ und den „Notfall-Leberkas Bayerisch im Glasl“ zu bestellen. „Und echte Liebhaber gehen nur noch mit ihrer Quietsch-Leberkäs-Semmel in die Wanne. Der bringt sogar nicht nur Herrchen Freude, sondern auch Dackl & Co.“, wirbt Wildfeuer ganz „analog“ für das beim Marken- und Patentamt geschützte Spielzeug aus PVC.

Leberkäs als Snack beliebt

Die Deutschen mögen Snacks – auch und gerade in der Pandemie: Knapp acht von zehn Konsumenten (79 Prozent) snacken mindestens einmal die Woche, das sind fünf Prozent mehr als im vergangenen Jahr, zeigt das aktuelle Snack-Barometer von afz – allgemeine fleischer zeitung und der ABZ – Allgemeine Bäcker Zeitung. 16 Prozent der Konsumenten kaufen sich sogar mindestens einmal täglich einen Snack. Wie auch in den vergangenen Jahren bleibt der Leberkäse der unangefochtene Liebling beim Fleischer: Gute jeder Zweite (56 Prozent) greift zu dem Klassiker. Jeweils 39 Prozent bevorzugen in der Metzgerei eine Frikadelle oder eine heiße Wurst.

Die Ergebnisse des neuen Snack-Barometers werden am 15. September in einem digital Talk präsentiert. Weitere Infos.

Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 37/2021
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