Kommentar von
Jörg Schiffeler

Konsum Fleisch verdient mehr Verantwortung

Dienstag, 19. Mai 2015
Mit der Aufforderung „bewusster zu essen“ können sich Verbraucher und die Branche identifizieren. Zur Ernährung gehört Fleisch dazu. Nur das „Wie viel?“ bleibt eine Herausforderung.

Die Umweltstiftung WWF hat die Frage für sich mit 300 bis 600 Gramm pro Woche beantwortet. Das Fazit: weniger, dafür besser. Diesem Credo dürften echte Liebhaber von Hackfleisch, Steak, Schnitzel und Co. für einen hochqualitativen Genuss zustimmen.

Was aber ist besseres Fleisch? Die Naturschutzorganisation sieht in der Art und Weise, wie sich die Verbraucher ernähren, einen Ansatz zu dieser Bewertung. Die Menge und die Herkunft des Rohstoffs hat Auswirkungen auf die Gesundheit, den Klimaschutz, das Welternährungsproblem und das Tierwohl.

Die Zusammenhänge wollen nur wenige Menschen wahrhaben und verdrängen diese. Denn so lange der Fleischkonsum ein Ausdruck von Wohlstand ist, wird die Lust auf Rind, Schwein und Geflügel zunehmen. Das wertvolle Lebensmittel – das Mittel zum Leben – soll immer verfügbar und erschwinglich sein. Der Umgang muss zwingend von Verantwortung geprägt sein.

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