EU-Märkte Schweinepreise finden Boden

Samstag, 27. Januar 2018
Der Preisverfall bei Schweinen hat sich nicht weiter fortgesetzt.
Foto: Pixabay
Der Preisverfall bei Schweinen hat sich nicht weiter fortgesetzt.

Am Schlachtschweinemarkt in Deutschland und der EU hat sich der nach dem Jahreswechsel erfolgte Preisverfall nicht mehr fortgesetzt.

Die Überhänge an schlachtreifen Tieren haben sich EU-weit verringert und so Druck vom Lebendmarkt genommen. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Fleisch (VEZG) ließ aufgrund der entspannteren Marktsituation am vergangenen Mittwoch ihre Leitnotierung mit 1,30 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) unverändert.

Infolge der wieder ausgeglichenen Angebots- und Nachfragesituation könnten die Preise für Schlachtschweine stabil gehalten werden, stellte die VEZG fest. Wie aus der Notierungspanne hervorgeht, votierten einige Schweinevermarkter sogar für einen leichten Anstieg der Notierung auf 1,32 Euro/kg SG.

In anderen EU-Ländern bot sich das gleiche Bild. Aufgrund des abnehmenden Angebots am Lebendmarkt wurde die Marktlage von den nationalen Notierungsstellen als ausgeglichen beschrieben. Auch am Fleischmarkt habe es für die Teilstücke kaum noch Abschläge gegeben, berichteten sie. Da saisonal aber das Fleischangebot die Nachfrage übersteige und auch die Exporte noch nicht zügig liefen, gehe viel Ware in die Gefrierhäuser.

Die Schlachtschweinenotierungen in Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden und Spanien blieben zuletzt allesamt stabil. In der Woche zum 21. Januar waren dagegen laut EU-Kommission in der Gemeinschaft noch spürbare Preisabschläge verzeichnet worden.

Im Mittel der EU-Länder wurden Tiere der Handelsklasse E mit 134,89 Euro/100 kg abgerechnet; das waren 3,26 Euro oder 2,4 Prozent weniger als eine Woche zuvor. Dabei gaben die Notierungen in Belgien, Deutschland und Dänemark Rückgänge zwischen 3,1 Prozent und 3,8 Prozent nach; in den Niederlanden waren es sogar 4,8 Prozent. Die Mäster in Rumänien, Tschechien, Slowenien und Polen mussten Abzüge zwischen 2,4 Prozent und 2,6 Prozent verkraften. Geringer fiel das Minus mit einer Spanne von 0,8 Prozent bis 1,6 Prozent in Frankreich, Spanien und Italien aus.

Lediglich aus Estland, Schweden und Bulgarien wurden höhere Schlachtschweinepreise gemeldet; die Aufschläge reichten von 0,7 Prozent bis 2,7 Prozent.

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