Kommentar von
Monika Mathes

Dry Aged-Beef Gut fürs Prestige

Donnerstag, 13. August 2020
So mancher Fleischer kann dem Trendthema Trockenreifung nicht viel abgewinnen.

„Haben wir doch schon immer gemacht, es unseren Kunden aber nie kommuniziert“ oder „Der LEH hat nun auch schon Reifeschränke aufgestellt, unsere Chance ist also vertan“, lautet der eine oder andere Kommentar, der die skeptische Haltung manifestiert.

Es geht aber bei Dry Aged-Beef oder -Pork nicht darum, alten Wein in neue Schläuche zu verpacken. Die Reifemethode verhilft Fleisch zu der Wertigkeit, die es verdient. Sie macht es zu einem gleichsam in Schatztruhen präsentierten Luxusprodukt, über das sich passionierte Insider intensiv austauschen – gerade auch mit Experten, die eher im Fachgeschäft als im Supermarkt hinter der Theke beraten.

Der Wormser Jürgen David, einer der bekanntesten Verfechter des Dry Aging, ist sogar davon überzeugt, dass es dem Fleischerhandwerk wieder Leben eingehaucht hat. Damit meint er zunächst natürlich Geschäftserfolge durch höhere Umsätze, die Bindung einer kaufkräftigen Klientel, die Kultivierung neuer Cuts und den entbrannten Barbecue-Hype.

Dry Aged-Beef
(Bild: Aichinger)

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Dry Aged ist möglicherweise noch für viel mehr gut: Es könnte wieder mehr junge Fleischfans fürs Handwerk begeistern – angesichts des Fachkräftemangels eine echte Trumpfkarte.

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