Kommentar von
Birgit Winterhalder-Spee

Food Report Warum Essen wieder ins Gerede kommt

Dienstag, 21. Juli 2015
Das Essen hat den Sex als Gesprächsthema Nummer eins verdrängt,

meinte augenzwinkernd Ernährungswissenschaftlerin Hanni Rützler bei der Vorlage des Food-Reports 2016. Mit ihrem analytischen Blick auf die Zukunft ordnet sie Ernährungsweisen und das daraus resultierende Konsumverhalten als Ausdrucksform von Individualität ein.

Wenn übers Essen diskutiert wird, hat jeder was zu sagen. Und immer schwingen reichlich Emotionen mit – positive wie negative. Während die einen vom Genuss schwärmen, greifen die anderen zur verbalen Moralkeule. Vegane Fundamentalisten codieren tierische Erzeugnisse gern um; dann wird die Milch zum Drüsenprodukt, um schon durch die abartige Bezeichnung den Geschmack zu vermiesen.

Dass nun übers Essen generell und Fleisch im besonderen wieder mehr geredet wird, ist gut. Denn dadurch steigen trotz aller kritischen Vorbehalte automatisch Achtung und Anerkennung der handwerklichen Arbeit bei der Herstellung von Lebensmitteln.

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