Kommentar von
Fritz Gempel

Ladenbau Bauernschlauer Supermarkt

Mittwoch, 02. November 2016
Wer mehr tut als andere, wer sich mehr einfallen lässt als andere, der wird belohnt. Das funktioniert auch im südhessischen Egelsbach.

Da hat die Rewe den Erfolgsbeweis für ein Konzept geliefert, das wie ein Mix aus Mövenpick, Schlemmermeile und Bauernmarkt wirkt. Fleischer und Bäcker können sich hier anschauen, wie verlockend attraktiv ihr Handwerk in Szene gesetzt werden kann.

Eigentlich wollte ich hier nur schauen, Eindrücke für diesen Beitrag aufnehmen. Dass ich an der Fleischtheke schließlich auch einen privaten Fleischeinkauf gemacht habe, war ein Stück kollegiale Wertschätzung für die jungen Metzger hinter der Theke. In Gedanken habe ich ihnen zugerufen: „Ihr macht das gut! Eure Theke sieht gepflegt aus, und alles ist picobello sauber.“ Noch mehr als die jungen Fleischer haben die über 40 Bauern meinen Respekt, die diesen Markt mit Fleisch und Wurst, Obst und Gemüse beliefern. Angefangen hat das mit einem Rewe-Kaufmann in Wächtersbach, der bäuerliche Produkte in seinem Markt anbieten wollte. Schnell haben dann die Manager der Rewe-Region Mitte erkannt, dass damit eine Alleinstellung gegenüber den Wettbewerbern geschaffen wird. Längst profitieren alle Beteiligten: Die hessischen Kleinbauern müssen sich nicht auf den Weltmärkten beweisen, und die Rewe schlägt in Hessen allen anderen ein Schnippchen.

Rewe Egelsbach
(Bild: Rewe)

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Dass es gerade einer der großen Handelskonzerne ist, der den Bauern auch bei Fleisch und Wurst wieder stärker in den Mittelpunkt rückt, ist eine bemerkenswerte Fleischer-Nachricht. Wir sollten es alle nachmachen. Denn: Der Bauer wird wieder wichtiger werden und mehr Geld für seine Arbeit bekommen.

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