Kommentar von
Birgit Winterhalder-Spee

Neueröffnung Schnupperstunden mit Sekt und Semmeln

Dienstag, 07. Juli 2015
Genauso strategisch wie die Unternehmensgründung für seine Schwabinger Metzgerei plante Ludwig Schämann seinen Einstand bei den Kunden. Er lud sie zu Sekt und Semmeln ein. Nicht am eigentlichen Eröffnungstag, sondern schon zuvor an einem Samstagnachmittag, damit die rundum ansässigen Bewohner den „Neuen“ in ihrem Quartier in aller Ruhe beschnuppern und ausfragen konnten.

Als der Inhaber am darauffolgenden Dienstag den Verkaufsraum erstmals regulär aufsperrte, wussten alle schon genau Bescheid: Was geboten wird, woher die Wurst und das Fleisch kommen, dass es neben den ortsüblichen Imbissartikeln sogar einen Mittagstisch mit solider Hausmannskost gibt und wie der lange leerstehende Laden jetzt aussieht.

Aber vor allem waren durch den gezielt vorab inszenierten Kennenlern-Tag jedem die beiden hinter der Theke stehenden Personen bereits bestens vertraut. Die Neugier war befriedigt, die Hemmschwelle abgebaut, so dass sich vom Start weg der Einkauf wie ein Besuch bei guten Bekannten anfühlt.

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