Kommentar von
Monika Mathes

Wildbret Mehr Natürlichkeit geht kaum

Donnerstag, 27. August 2020
Viele Fleischer – gerade aus dem ländlichen Bereich – verbinden den Beruf mit ihrer Passion: Sie pachten eine Jagd und bieten Wildschwein, Reh oder Rotwild als Teilstücke beziehungsweise weiterverarbeitet zu aromatischen Fleischwaren an.

Wer (noch) keinen der begehrten Jagdscheine besitzt, deckt seinen Bedarf bei örtlichen Forstämtern oder regionalen Jägern. Hilfe bei der Vermarktung bieten Landesjagdverbände: Sie vermitteln Bezugsquellen, fördern den Absatz mit Imagekampagnen oder attraktiven Rezeptvorschlägen. Das Resultat: im Jagdjahr 2018/2019 verspeisten die Bundesbürger 30.000 Tonnen Wildbret.

Wenig Fett, viel Eiweiß und Mineralstoffe: Das sind die Eckdaten, die seinen ernährungsphysiologischen Wert untermauern. Überdies schätzen Feinschmecker den würzigen Fleischgeschmack. Dass das Bret von weitgehend stressfrei aufgewachsenen Kreaturen stammt, die in Feld und Wald gelebt und sich von natürlichem Aufwuchs ernährt haben, macht die Forderung nach mehr Tierwohl überflüssig.

Längst hat Wildfleisch seine bisherige Nische als reiner Saisonartikel verlassen. Im Sommer setzen es immer mehr Grillfans als willkommene Abwechslung auf ihren Einkaufszettel.

Metzgerei Krämer - Benjamin
(Bild: mkt)

Mehr zum Thema

Sortiment „Experiment Wild“ überzeugt zahlreiche Kunden

Beachten Sie auch den Beitrag „Mehrheit hält Wildbret für gesund.“

Das könnte Sie auch interessieren
stats