Frischewelten Rindfleisch aus der Heimat

Dienstag, 04. Dezember 2018
Ein Roll-up weist an der Bedientheke auf das neue Rindfleisch-Programm hin.
Foto: dh
Ein Roll-up weist an der Bedientheke auf das neue Rindfleisch-Programm hin.
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Rewe Regionalität


Das Kundenbedürfnis nach Regionalität wächst. Dem folgt Marc Strelow in seinem Rewe-Markt.

von Dieter Heimig

Rewe-Kaufmann Marc Strelow bietet der Kundschaft in seinem Supermarkt reichlich regionale Produkte. An der Bedienungstheke ist er vor kurzem mit Fleisch aus dem Regionalitätsprogramm „Heimatrind“ gestartet.

Regionalität ist das Aushängeschild in dem 2.400 qm großen Rewe-Markt von Marc Strelow in Lauffen am Neckar (Landkreis Heilbronn). Rund 1.200 Produkte von mehr als 100 baden-württembergischen Lieferanten hat Strelow im Sortiment. „Wir legen großen Wert auf Lokalität. Etwa 800 Produkte stammen von Erzeugern aus der näheren Umgebung“, betont der Rewe-Kaufmann. Auch an der knapp 13 Meter langen Fleisch- und Wurstbedientheke können die Kundie regionale Ware erwerben. Seit Anfang des Jahres gibt es dort verschiedene Produkte der Schwäbische Wurst-Spezialitäten Nothwang GmbH.

„Das Familienunternehmen aus Bad Friedrichshall, knapp 30 Kilometer nördlich von Lauffen, bietet eine Topqualität und wurde auch schon vom Gourmet-Magazin ‚Der Feinschmecker‘ ausgezeichnet“, sagt Strelow. Bei seiner Kundschaft sind der feingeschnittene Fleischsalat und die handgelegten Maultaschen des Herstellers besonders gefragt. Die regionale Range hat insgesamt dazu beitragen, dass Absatz- und Umsatz an der Theke im laufenden Jahr gesteigert werden konnten. Gemeinsam mit Nothwang führt das Einzelhandelsunternehmen regelmäßig Verkostungsaktionen durch, um noch mehr Verbraucher auf den Geschmack zu bringen. Regionales offeriert der Supermarkt außerdem im SB-Regal, und zwar Wurstkonserven der Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall und der Eugen Rehm Esslinger Fleischwaren GmbH.

Rewe Strelow

Inhaber: Marc Strelow

Standort: Bahnhofstr. 60 – 63, 74348 Lauffen am Neckar

Verkaufsfläche: 2.400 qm

Mitarbeiter: 50

Sortimentsgröße: circa 23.000 Artikel

Sortiment Fleisch & Wurst: in der Bedienung 250 Artikel, im SB-Regal 180 Artikel

Gesamtumsatz:

circa zehn Mio. Euro

Umsatzanteil Fleisch & Wurst: circa zwölf Prozent
Seit Oktober können die Kunden an der Bedientheke auch Rindfleisch aus der Region kaufen. Die Rewe Region Südwest hat gemeinsam mit dem Schlachtunternehmen Müller Fleisch aus Birkenfeld bei Pforzheim das Regionalitätsprogramm „Heimatrind“ aus der Taufe gehoben. Unter diesem Label wird Fleisch von Tieren vermarktet, die ausnahmslos in Süddeutschland aufgezogen wurden. Marc Strelow bietet aus dem Programm aktuell ein 14 Artikel umfassendes Sortiment an der Theke an, darunter Tafelspitz, Gulasch und Bratenstücke. „Derzeit sind Rouladen, Keule und Steaks vom Heimatrind gefragt“, konstatiert der Kaufmann und freut sich über die sehr positive Resonanz seiner Kundschaft auf das neue Konzept.

Weniger, aber wertiger

Im Geschäft mit Frischfleisch legt der Lauffener den Schwerpunkt klar auf Bedienung und stellt hier fest, dass immer mehr Verbraucher getreu der Devise „weniger, aber wertiger“ einkaufen. „Qualitativ hochwertige Fleischstücke wie etwa Steaks oder beispielsweise Rindfleisch aus Frankreich sind zunehmend gefragt“, registriert Strelow. Im vergangenen Sommer war an seiner Bedientheke Grillen klar das Thema Nummer eins. Vor allem conveniente Produkte erfreuten sich großer Beliebtheit. „Zu den Verkaufsschlagern gehörten marinierte Steaks und Pollo fino. Das sind Hähnchenkeulen ohne Knochen, die auf dem Rost schneller garen“, erklärt der Rewe-Kaufmann. Außerdem ließen sich die ausgelösten Teilstücke einfacher essen als Schenkel mit Knochen.
„Die Verbraucher wünschen sich mehr Convenience Produkte. “
Marc Strelow
Das ganze Jahr über ist die Heiße Theke des Markts stark frequentiert. Das Geschäft liegt in der Nähe des Bahnhofs, und in einem Umkreis von 500 Metern gibt es drei Schulen. Zur Mittagszeit versorgen sich täglich allein rund 200 Schüler dort mit Frikadellen- und Fleischkäse-Brötchen, Currywurst sowie Hähnchenschenkeln. „Auch mit Pulled Pork gefülltes Fladenbrot ist bei den Kids gefragt“, berichtet der Einzelhändler.

Transparent und nachhaltig

Marc Strelow hat klare Vorstellungen, wohin die Reise an der Fleisch- und Wursttheke geht. „Die Verbraucher wünschen sich mehr Convenience-Produkte. Das hat nicht nur die diesjährige Barbecue-Saison wieder ganz klar gezeigt. Auch in der kalten Jahreszeit werden in unserem Markt zum Beispiel küchenfertige Pfannengerichte in Alu-Schalen und verschiedene Braten im Bratenschlauch gern gekauft. Sie müssen daheim nur noch in den Ofen geschoben werden.“
  • Die Bedientheke misst 13 Meter.
    Die Bedientheke misst 13 Meter. (Bild: dh)
  • Marc Strelow will für seine Kunden noch mehr Erzeugnisse aus der Region beziehen.
    Marc Strelow will für seine Kunden noch mehr Erzeugnisse aus der Region beziehen. (Bild: dh)
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    (Bild: dh)
  • Nicht nur im Südwesten begehrt: Wurst in der Konserve.
    Nicht nur im Südwesten begehrt: Wurst in der Konserve. (Bild: dh)
  • „Heimatrind“ umfasst ein Sortiment aus 14 Artikeln.
    „Heimatrind“ umfasst ein Sortiment aus 14 Artikeln. (Bild: dh)
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    (Bild: dh)
  • Ein Roll-up weist an der Bedientheke auf das neue Rindfleisch-Programm hin
    Ein Roll-up weist an der Bedientheke auf das neue Rindfleisch-Programm hin (Bild: dh)
  • Convenience-Produkte wie küchenfertige Pfannengerichte liegen im Trend.
    Convenience-Produkte wie küchenfertige Pfannengerichte liegen im Trend. (Bild: dh)
  • Die Metzgerei Nothwang liefert ein Teilsortiment. Das Familienunternehmen feiert in diesem Jahr den 200. Geburtstag.
    Die Metzgerei Nothwang liefert ein Teilsortiment. Das Familienunternehmen feiert in diesem Jahr den 200. Geburtstag. (Bild: dh)
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    (Bild: dh)
Immer mehr Konsumenten wünschten sich ein Plus an Transparenz und Nachhaltigkeit bei der Fleischerzeugung. „Vor einigen Jahren fing es bei den Eiern an. Die Kunden wollten wissen, von welchen Betrieben die Eier stammen und ob dort verantwortungsvoll gewirtschaftet wird. Das wird künftig auch bei Schweine- und Rindfleisch so kommen“, meint Strelow. Er hat sich übrigens vorgenommen, das Thema Lokalität noch weiter auszubauen. Derzeit ordert er Ware bei rund 50 Herstellern vor Ort. Das soll in Zukunft noch mehr werden. Deshalb ist er stets auf der Suche nach neuen Lieferanten in der Umgebung.

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